Bad Bramstedt:
Ein steiniger Weg: Vertrag für das Kurhaustheater ist unterzeichnet!
Die Stadt Bad Bramstedt, und die Auenland Klinik veröffentlicht folgende Stellungnahme:
Kultur ist weit mehr als Unterhaltung: Sie verbindet Menschen, schafft Begegnungen und leistet einen wichtigen Beitrag für Lebensqualität, Gesundheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Umso erfreulicher ist es, dass die Stadt Bad Bramstedt und die Auenlandklinik Bad Bramstedt eine einvernehmliche Lösung für die weitere Nutzung des Kurhaustheaters gefunden haben. Nachdem der Hauptausschuss der Stadt Bad Bramstedt am Dienstagabend der neuen Vereinbarung zugestimmt hat, kann die traditionsreiche Spielstätte auch künftig Bestandteil des kulturellen Lebens in Bad Bramstedt und der Region bleiben.
Die Einigung ist das Ergebnis eines konstruktiven und vertrauensvollen Dialogs. Beide Seiten waren von Beginn an von dem gemeinsamen Ziel getragen, das Kurhaustheater als besonderen Ort für Kultur, Begegnung und Veranstaltungen zu erhalten und zugleich den aktuellen Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen. Die Gespräche verliefen durchgehend freundschaftlich, lösungsorientiert und in dem Bewusstsein, dass die Spielstätte sowohl für die Stadt als auch für die Auenlandklinik einen besonderen Wert besitzt.
Die neue Vereinbarung gilt zunächst für zwei Jahre und schließt ab August nahtlos an den bisherigen Mietvertrag an. Damit ist die weitere Nutzung des Kurhaustheaters zunächst verlässlich gesichert. Zugleich bleiben Stadt und Auenlandklinik bewusst im engen Austausch, um Entwicklungen auf beiden Seiten Rechnung zu tragen und bei Bedarf flexibel reagieren zu können.
Die Vereinbarung ist als Nutzungsmodell ausgestaltet. Das bedeutet, dass die Stadt zu einer festgelegten Summe ein Nutzungskontingent für das Kurhaustheater erhält. Dieses Kontingent kann die Stadt für eigene Veranstaltungen nutzen. Im Vordergrund steht jedoch, kulturellen Akteurinnen und Akteuren, Vereinen und Initiativen weiterhin eine Nutzung der Spielstätte zu ermöglichen. Die Stadt unterstützt diese meist ehrenamtlich getragenen Strukturen dabei nicht nur durch die Bereitstellung des Kontingents, sondern auch durch begleitende Marketing- und Werbemaßnahmen für die Veranstaltungen innerhalb dieses Nutzungskontingents.
Dr. Stephan Engels de Rey, geschäftsführender Gesellschafter der Auenlandklinik, hat sich dem Thema persönlich angenommen und den Dialog aktiv begleitet. Für ihn stand von Beginn an fest, dass wirtschaftliche Verantwortung und gesellschaftliches Engagement zusammengehören.
„Kultur darf gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten nicht zum Verlierer werden. Gleichzeitig haben wir großes Verständnis für die finanzielle Situation der Stadt Bad Bramstedt. Unser gemeinsames Ziel war deshalb eine Lösung, die beide Seiten trägt: die Stadt zu entlasten und gleichzeitig das Theater als wichtigen kulturellen Begegnungsort für Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende und die Menschen der gesamten Region zu erhalten. Wenn wir als Klinik dazu einen Beitrag leisten können, übernehmen wir diese Verantwortung gerne“, erklärt Dr. Stephan Engels de Rey.
Auch Bürgermeister Felix Carl betont die Bedeutung der gemeinsamen Lösung: „Der Beschluss des Hauptausschusses ist ein wichtiges Signal für die Kultur in Bad Bramstedt. Das Kurhaustheater bleibt als Spielstätte erhalten und kann künftig in ein breiter gedachtes Kulturkonzept eingebettet werden. Mein besonderer Dank gilt der Auenlandklinik für den freundschaftlichen, offenen und konstruktiven Austausch und die Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung für diesen besonderen Ort zu übernehmen.“
Für die Auenlandklinik besitzt das Theater seit vielen Jahren einen besonderen Stellenwert. Es ist nicht nur Veranstaltungsort für kulturelle Formate, sondern auch ein Ort der Begegnung, der Gemeinschaft und der Inspiration – für Patientinnen und Patienten, Mitarbeitende sowie zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Bad Bramstedt und der gesamten Region. Die Auenlandklinik versteht Kultur dabei als wichtigen Bestandteil eines ganzheitlichen Gesundheitsverständnisses: Musik, Theater, Lesungen und kulturelle Veranstaltungen schaffen positive Erlebnisse und leisten einen wertvollen Beitrag zum Wohlbefinden der Menschen.
Darüber hinaus werden nun Gespräche mit der Initiative „Freunde des Theaters“ aufgenommen. Ziel ist es, gemeinsam auszuloten, wie das dort vorhandene Engagement sinnvoll in die künftige Nutzung und Weiterentwicklung des Theaters eingebunden werden kann.
Die nun erzielte Einigung unterstreicht den gemeinsamen Willen aller Beteiligten, auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Verantwortung zu übernehmen und partnerschaftliche Lösungen zu entwickeln. Stadt und Auenlandklinik freuen sich darauf, das Kurhaustheater auch künftig gemeinsam mit weiteren Partnerinnen und Partnern als lebendigen kulturellen Treffpunkt für Bad Bramstedt und die Region weiterzuentwickeln.
Veröffentlicht am 13.07.2026