Bad Bramstedt – Die Stadt Bad Bramstedt hat im Rahmen ihres laufenden Konsolidierungsprozesses erste konkrete Maßnahmen zur dauerhaften Entlastung des städtischen Haushalts benannt. Hintergrund ist die vom Kreis Segeberg geforderte Reduzierung des strukturellen Defizits um eine Million Euro.
Zum 1. August 2026 werden die monatlichen Elternbeiträge für die Mittagsverpflegung in den städtischen Kindertagesstätten von bisher 58 Euro auf künftig 78 Euro angehoben. Die Erhöhung um 20 Euro pro Kind und Monat ist laut Stadtverwaltung eine direkte Reaktion auf massiv gestiegene Kosten – sowohl bei externen Caterern als auch beim Wareneinkauf in Einrichtungen mit Eigenbewirtschaftung sowie bei den Personalkosten im hauswirtschaftlichen Bereich.
Durch diese Maßnahme reduziert sich der städtische Zuschussbedarf um rund 135.000 Euro jährlich. Das bisherige Defizit in diesem Bereich sinkt damit von rund 300.000 Euro auf etwa 165.000 Euro. Die Stadt betont ausdrücklich, dass sie damit weiterhin mehr als 160.000 Euro freiwillig aus Steuermitteln beisteuert und damit – neben Norderstedt – zu den letzten Kommunen in Schleswig-Holstein gehört, die eine so hohe Beteiligung an den Verpflegungskosten leisten. Bestehende Sozialleistungen für einkommensschwache Familien bleiben unberührt.
Parallel zu den Beitragsanpassungen hat die Stadtverwaltung bereits erste Einschnitte im eigenen Betrieb vorgenommen: Interne Teammaßnahmen wurden gestrichen, die kostenfreie Nutzung der E-Ladeinfrastruktur für Mitarbeitende wurde beendet. Darüber hinaus prüft die Verwaltung den Wegfall von Stellen, die Zusammenlegung von Fachbereichen sowie den Verzicht auf die Nachbesetzung freiwerdender Positionen.
In den kommenden Monaten sollen Verwaltung und Politik den Dialog über weitere strukturelle Maßnahmen fortsetzen, um die finanzielle Handlungsfähigkeit Bad Bramstedts nachhaltig zu sichern.
