Bad Bramstedt. Das Projekt „Bad Bramstedt Kippenfrei“ startet. Die auf Initiative der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in Bad Bramstedt gegründetet Bürgerinitiative "Bad Bramstedt Kippenfrei" hat heute zwei zentrale Sammelstellen eingerichtet - in der ungenutzten Bushaltestelle in der König‑Christian‑Straße (schräg gegenüber dem AKN‑Bahnhof) und im Glaspavillon vor dem Rathaus auf dem Bleek. Hier können Bürgerinnen und Bürger jetzt ihre Tabakkippen abgeben. Die gesammelten Kippen werden von der Firma TobaCycle abgeholt, umweltgerecht verwertet und zur Erzeugung von Fernwärme genutzt.
An dieser Stelle bedanken wir und für die Unterstützung der Stadt Bad Bramstedt, insbes. bei dem Bauamtsleiter Mario Kröska.
Der Anstoß zu dem Projekt entstand während einer kommunalen Müllsammelaktion im Frühjahr, als deutlich wurde, dass Zigarettenkippen den größten Teil des gefundenen Mülls ausmachten. Inspiriert von dem bereits etablierten Kippensammelprojekt in Kellinghusen, das im Rahmen des von den Vereinten Nationen initiierten Programms „Globale Nachhaltige Kommune (GNK)“ läuft, soll nun auch Bad Bramstedt einen Beitrag zur Reduktion von Mikroplastik und giftigen Schadstoffen im Grund‑ und Trinkwasser leisten. Eine einzelne, unsachgemäß entsorgte Kippe kann bereits nach 30 Minuten Regen bis zu 40 Liter Wasser mit Arsen, Nikotin, Blei, Cadmium und weiteren toxischen Substanzen verunreinigen.
Alle handelsüblichen Tabakprodukte – Zigaretten, selbstgedrehte Zigaretten, CBD‑Joints, Zigarren, Zigarillos, Shisha‑Tabak, Pfeifentabak und Kautabak – dürfen in den Behältern abgegeben werden; nasse Kippen sind auszuschließen. Durch die fachgerechte Entsorgung wird Mikroplastik vermieden und wertvolle Ressourcen zurückgewonnen.
„Wir zeigen, dass lokales Handeln einen messbaren Beitrag zum Schutz unseres Grund‑ und Trinkwassers leistet“, erklärt Dr. Katharina Kramer, Projektkoordinatorin der Bürgerinititive. Patricia Adams-Lenhardt, stellv. Vorsitzende der Grünen Fraktion Bad Bramstedt, ergänzt: „Jede abgegebene Kippe ist ein Schritt in Richtung einer nachhaltigeren Kommune.“
