Henstedt-Ulzburg (ots) - Am gestrigen Dienstagabend, des 28.04.2026 meldete sich eine Reiterin über den Notruf 112 bei der Kooperative Regionalleitstelle West und berichtete von einer Rauchentwicklung sowie Flammenschein in einem Wald- und Moorgebiet im Bereich der Straße Togenkamp in Henstedt-Ulzburg.

Um 20:25 Uhr wurde der Löschzug der Ortswehr Henstedt mit dem Einsatzstichwort "FEU Wald" (Feuer in einem Wald, Standard) zu der gemeldeten Adresse alarmiert.

Nachdem die ersten Einsatzkräfte vor Ort durch die Reiterin in die Lage eingewiesen wurden, stellte der Einsatzleiter schnell fest, dass es sich hierbei um einen intensiven und kräftezehrenden Einsatz handeln wird. Zu diesem Zeitpunkt standen bereits 1000 Quadratmeter Wald- und Moorgebiet in einem schlecht erreichbaren und unwegsamen Gelände in Vollbrand.

Anhand der neuen Informationen wurde um 20:59 Uhr das Einsatzstichwort auf "FEU 2" (Feuer, zwei Löschzüge) erhöht und Vollalarm für die Gemeindewehr Henstedt-Ulzburg ausgelöst. Bereits auf der Anfahrt war die schwarze Rauchentwicklung sowie Flammenschein für die Einsatzkräfte sichtbar.

Durch die zuerst eingesetzten Kräfte wurde mittels Feuerpatschen und Löschrucksäcken versucht, den Brand einzudämmen. Aufgrund der aktuell anhaltenden Trockenheit mit einem Graslandfeuerindex von 3 (mittlere Gefahr) breitete sich das Feuer aber schnell über den trockenen Boden aus.

In der Zwischenzeit wurde damit begonnen, von einem Hydranten des örtlichen Hydrantennetz eine Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke von über 1000 Meter bis zum Brandort zu legen. Aufgrund der örtlichen Beschaffenheiten konnten die Einsatzfahrzeuge die schmalen Feldwege nicht verlassen.

Trotz Windstille und eingeleiteter Löschmaßnahmen breitete sich das Feuer auf insgesamt 4000 Quadratmeter Wald- und Moorgebiet weiter aus.

Mit einer anschließenden konstanten Wasserversorgung konnte das Feuer schnell mit mehreren handgeführten C-/ und D-Strahlrohren, dem Einsatz von mehreren Löschrucksäcken und Feuerpatschen an einer weiteren Ausbreitung gehindert werden. Um 22:12 Uhr wurde der Kooperative Regionalleitstelle West "Feuer unter Kontrolle" gemeldet.

Während der Löscharbeiten und zur Unterstützung der Nachlöscharbeiten wurde die Drohne der Ortswehr Norderstedt-Glashütte eingesetzt. Mithilfe der an der Drohne angebrachten Wärmebildkamera konnten die Drohnen-Operator die Einsatzkräfte direkt zu den Glutnestern führen.

Im Verlauf des Einsatzes musste ein Feuerwehrmann durch die Besatzung des Rettungswagen medizinisch versorgt und anschließend mit Verdacht auf eine leichte Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus transportiert werden.

Nachdem um 23:12 Uhr "Feuer aus" gemeldet werden konnte, begannen die Einsatzkräfte mit dem Rückbau bevor diese um 00:13 Uhr die Einsatzstelle verließen.

Aufgrund der Gefahr eines möglichen Wiederaufflammens von vereinzelten Schwelbränden unterhalb der Erdoberfläche wurde Schlauchmaterial vor Ort belassen, um ggf. schnell eingreifen zu können. Zusätzlich wird seitens der Feuerwehr eine regelmäßige Nachkontrolle angestrebt.

Zur Brandursache und Schadenhöhe können seitens der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Die Feuerwehr war mit rund 100 Einsatzkräften im Einsatz.

Eingesetzte Kräfte:

Gemeindewehr Henstedt-Ulzburg mit den Ortswehren Henstedt, Ulzburg und Götzberg Freiwillige Feuerwehr Norderstedt Glashütte: Drohnengruppe Kreisfeuerwehrverband

Segeberg: Pressesprecher Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein: Rettungswagen Rettungsdienst-Verbund Stormarn: Rettungswagen Deutsches-Rotes-Kreuz: Fachberater Polizei Segeberg und Kriminalpolizei