Henstedt-Ulzburg (em) Seit Oktober 2009 gehört auch das „Mammazentrum Alsterquelle“ der Paracelsus-Klinik Henstedt-Ulzburg zu den über 260 zertifizierten Brustzentren in Deutschland. Anfang des Jahres 2013 führten die Fachexperten von OnkoZert ihre Überprüfung ein so genanntes „Audit“ durch, um das Zertifikat zu erneuern. Nach eingehenden Untersuchungen wurde das Brustzentrum nun rezertifiziert. Das Gütesiegel ist weitere drei Jahre gültig.
Ein Aufatmen ging durch die Klinik als die erlösende E-Mail mit folgendem Text einging: „Nach Prüfung des Auditberichts und der Unterlagen Ihres Brustkrebszentrums durch den Ausschuss Zertifikatserteilung, freuen wir uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihr Brustkrebszentrum die erforderlichen Anforderungen für eine Zertifikatsverlängerung erfüllt. Herzlichen Glückwunsch!“ Das Zertifikat ist ein neutrales und überregionales Gütesiegel, das von der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Gesellschaft für Senologie verliehen wird. Damit wird das leitliniengerechte, qualitätsgesichterte und interdisziplinäre Vorgehen bei der Diagnostik, Therapie und Nachsorge von Frauen mit Brustkrebserkrankung gewürdigt.
„Wir freuen uns sehr, erneut das Zertifikat für unser Brustzentrum erhalten zu haben“, sagt Oberärztin Irmgard Schulz-Wheater, Koordinatorin des Mammazentrums. Jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. In der Paracelsus-Klinik werden Jahr für Jahr zwischen 120 und 150 Ersterkrankungen erfasst. „Wir können beobachten, dass der Anteil der im Frühstadium entdeckten Erkrankungen erheblich gestiegen ist“, sagt Schulz-Wheater. Dieser Erfolg sei vor allem dem regelmäßigen Mammographie-Screening zu verdanken. „Wird der Brustkrebs im Frühstadium entdeckt und behandelt, liegt die Heilungsrate bei über 90 Prozent“, so die Frauenärztin. Von der Diagnose bis zur Nachsorge ein Brustzentrum ermöglicht die komplette Therapie ohne weite Wege. Dazu gehört zunächst eine Brustsprechstunde als erster Anlaufpunkt für Frauen mit Brusterkrankungen. Operationen und Chemotherapie werden in der Klinik durchgeführt. Auch die psychologische Betreuung ist dank einer Psychoonkologin vor Ort gewährleistet. Die Nachsorgezeit beträgt fünf Jahre. „Ganz neu bei uns ist, dass Mammographie und CT auch ambulant bei uns durchgeführt werden können, da unser Partner VISIORAD für unsere Klinik die Kassenzulassung erhalten hat“, freut sich Schulz-Wheater. Wer also eine Überweisung zur Mammographie erhält, kann sich dafür einen Termin in der Paracelsus-Klinik holen.
Jeden Donnerstag findet in der Paracelsus-Klinik eine Tumorkonferenz statt, in der die Therapie der Patientinnen besprochen wird. An der Konferenz nehmen auch alle Kernpartner des Brustzentrums persönlich teil. „Die Kooperation mit unseren Partnern macht uns erst zum Brustzentrum“, sagt Schulz-Wheater. Zu den Kernpartnern gehören die Radiologie Visiorad in Pinneberg, das Strahlenzentrum Hamburg, der Pathologe Dr. Joachim Gottschalk, der Onkologe Dr. Thomas Walter, der plastische Chirurg Dr. Armin Rau und die Psychoonkologin Susanne Warnck.