Neumünster. Im Bereich des Friedenshains im Neumünsteraner Stadtwald ist ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Der Fund wurde am Mittwoch, 6. Mai, bestätigt. In einer Besprechung der beteiligten Sicherheitsbehörden entschieden Polizei, Ordnungsamt, Berufsfeuerwehr und Kampfmittelräumdienst heute Vormittag, dass die Entschärfung am heutigen Donnerstag, 7. Mai, um 15 Uhr erfolgen soll. Die voraussichtliche Dauer beträgt eine Stunde.
Der Blindgänger wurde im Zuge geplanter Arbeiten am Friedenshain entdeckt. Anlass dafür sind Maßnahmen zum Schutz des historischen Eichenbestandes der Gedenkanlage. Bereits im Jahr 2022 war für den Bereich eine Luftbildauswertung zur Kampfmittelfreiheit durchgeführt worden. Dabei wurden insgesamt sechs Verdachtspunkte identifiziert. Für die Untersuchung wurde eine Fachfirma beauftragt. Bei einer Sondierung wurde schließlich eine Anomalie festgestellt, die sich nun als Bombenblindgänger bestätigt hat.
Bei dem Blindgänger handelt es sich um eine rund 125 Kilogramm schwere, amerikanische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Sie besteht je zur Hälfte aus Sprengstoff und Hülle. Die vorhandenen Heck- und Kopfzünder werden vor Ort entschärft.
Sicherheitsradius und Sperrungen werden eingerichtet
Für die Entschärfung wird ein Sicherheitsradius von 500 Metern eingerichtet. Innerhalb dieses Bereichs befinden sich zwei Wohnhäuser, die evakuiert werden müssen. Die Bewohner wurden bereits am Vortag durch den Kommunalen Ordnungsdienst in Kenntnis gesetzt. Außerdem wurden das Tierheim, eine Kita-Waldgruppe sowie das Kinderferiendorf informiert und werden ebenfalls geräumt. Der Tierpark liegt außerhalb des Evakuierungsradius; betroffen ist dort lediglich der südliche Teil des Parkplatzes.
Darüber hinaus wird es ab 14 Uhr zu Sperrungen von Straßen und Wegen im Umfeld kommen. Sie werden eingerichtet an der Geerdtsstraße im Kreuzungsbereich zum Forstweg und auf Höhe Tierpark-Parkplatz, an der Straße Hinter den Anlagen in Richtung Friedenshain, am Krusenhofer Weg in Richtung Weidenhof, an den Sandwegen am Schuttberg, am unbeschrankten Bahnübergang Stettiner Straße und dem Durchgang Carlstraße zum Städtischen Stadion.
