Stadtmagazin
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IG BAU

600 Minijobs im Corona-Jahr weggefallen

Neumünster (em) Wenn der Minijob zur Falle wird: In Neumünster sind im vergangenen Jahr rund 600 geringfügig entlohnte Arbeitsverhältnisse weggefallen. Innerhalb von zwölf Monaten sank ihre Zahl um sieben Prozent auf zuletzt 7.800, wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt mitteilt. Die IG BAU beruft sich hierbei auf neue Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. „Der Rückgang zeigt, dass Minijobs alles andere als krisenfest sind. In unsicheren Zeiten kürzen Firmen zuerst bei den 450-Euro-Kräften, die allerdings weder Anspruch auf das Kurzarbeiter- noch auf das Arbeitslosengeld haben“, kritisiert Ralf Olschewski. Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Holstein fordert, Lehren aus der Pandemie zu ziehen und Betroffene besser zu schützen. Minijobs müssten ab dem ersten Euro sozialversicherungspflichtig werden. „Die Politik setzt mit den abgabenfreien Minijobs schon seit Jahren falsche Anreize. Die Corona-Krise hat klargemacht, dass diese Stellen eine arbeitsm
13.07.2021
NGG

Immer mehr Menschen sind auf einen Zweitjob angewiesen

Neumünster (em) Wenn ein Job nicht reicht: Rund 2.900 Menschen in Neumünster haben neben ihrer regulären Stelle noch einen Minijob. Damit stieg die Zahl der Zweitjobber innerhalb von zehn Jahren um 36 Prozent, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten mitteilt. Die NGG beruft sich hierbei auf neue Zahlen der Arbeitsagentur. Danach sind Zusatz-Jobs in Neumünsteraner Restaurants, Gaststätten und Hotels besonders verbreitet: In der Branche gab es im Juni 2019 rund 400 Zweitjobber das sind 30 Prozent mehr als zehn Jahre zuvor. Gewerkschafter Finn Petersen spricht von einer Schieflage auf dem Arbeitsmarkt: „Im Schatten des Booms der vergangenen Jahre sind viele sozialversicherungspflichtige Stellen entstanden, die oft kaum zum Leben reichen. Nebenjobs müssen dann die Haushaltskasse aufbessern. Aber wer auf einen Zweitjob angewiesen ist, der arbeitet meist am Limit auf Kosten von Familie, Freunden und Freizeit“, so der Geschäftsführer der NGG Schleswi
21.02.2020
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG)

NGG empfiehlt Beschäftigten einen Weihnachtsgeld-Check

Neumünster (em) Extra-Euros zum Jahresende: Arbeitnehmer in Neumünster, die noch kein Weihnachtsgeld bekommen haben, sollen prüfen, ob sie Anspruch auf die Sonderzahlung haben. Dazu rät die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Insbesondere für die 5.700 Menschen, die im Stadtgebiet lediglich einen Minijob haben, lohne sich ein genauer Check. „Wenn der Chef seinen Mitarbeitern ein Weihnachtsgeld zahlt, dann haben auch die Minijobber im selben Unternehmen Anspruch auf die Extra-Zahlung“, erklärt Philipp Thom, Gewerkschaftssekretär der NGG Schleswig-Holstein Nord. Die Höhe des Weihnachtsgeldes richte sich nach der jeweiligen Arbeitszeit. Nach Einschätzung der Gewerkschaft gehen Beschäftigte in Branchen wie dem Gastgewerbe oder dem Bäckerhandwerk allerdings häufig leer aus. „Es gibt immer wieder Chefs, die die Überweisung zum Jahresende gern mal vergessen.“ Auch Auszubildende würden häufig um das Weihnachtsgeld gebracht gerade dort, wo es ke
28.11.2019
IG BAU

Reinigungskräften drohen massive Einbußen

Neumünster (em) IG BAU appelliert an Reinigungskräfte: Keine schlechteren Arbeitsverträge unterschreiben! Weniger Urlaubstage, gestrichene Zuschläge, Arbeit auf Abruf: Einem Großteil der 430 Reinigungskräfte in Neumünster drohen ab sofort massive Einbußen. Das berichtet die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU und ruft die Beschäftigten dazu auf, die Einschnitte nicht hinzunehmen. „Aktuell legen viele Chefs ihren Mitarbeitern neue Arbeitsverträge zu deutlich schlechteren Konditionen vor. Die sollte keiner unterschreiben“, warnt Ralf Olschewski von der IG BAU Holstein. Sollten die Arbeitgeber bei dieser Praxis bleiben und die anstehenden Tarifverhandlungen blockieren, dürfte die Reinigungsbranche einen „heißen Sommer“ erleben. „Auch in Neumünster könnten dann Schulen, Büros und Krankenhäuser schmutzig bleiben“, so Olschewski. Die Friedenspflicht zwischen IG BAU und Arbeitgebern lief Ende Juli aus. Zum Hintergrund: Der Bundesinnungsverband
01.08.2019
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt

Gebäudereinigung wehrt sich gegen Griff ins Portemonnaie

Neumünster (em) Von der Arbeitszeit bis zu den Urlaubstagen alles geregelt. Bislang jedenfalls. Jetzt aber wird der Job für die insgesamt 430 Reinigungskräfte in Neumünster zur „Wackelpartie“. Denn die Arbeitgeber haben den Manteltarifvertrag gekündigt. Die Gebäudereiniger-Gewerkschaft IG BAU kritisiert das scharf: „Die Reinigungskräfte hängen damit völlig in der Luft. Die 12 Reinigungsfirmen in Neumünster können ihnen quasi freihändig Urlaubstage streichen und zusätzliche Arbeitszeiten aufs Auge drücken“, sagt der Bezirksvorsitzende der IG BAU Holstein, Ralf Olschewski. Die Kündigung des Manteltarifvertrages sei „eine Provokation und ein Schlag ins Gesicht aller Beschäftigten, die in der Gebäudereinigung arbeiten“. Die IG BAU nennt die Hintergründe: „Die Arbeitgeber wollen bei den Überstunden Geld sparen insbesondere bei Teilzeitkräften. Dahinter steckt also der pure ‚Lohn-Geiz‘“, so Olschewski. Denn der bisherige Rahmentar
16.05.2019
NGG-Region Schleswig-Holstein Nord

32 % der Beschäftigten in Neumünster drohen Mini-Renten

Neumünster (em) Neumünster droht Altersarmut in einem größeren Ausmaß als bislang angenommen. Das befürchtet die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Rund 15.000 Arbeitnehmer in Neumünster würden so, wie sie heute arbeiten nur eine Rente unterhalb der staatlichen Grundsicherung bekommen. Und das, wenn sie nach immerhin 45 Berufsjahren in den Ruhestand gingen. Das sind 32 Prozent aller Beschäftigten in der Stadt. Die Schwelle für „Alters-Hartz-IV“ liegt in Neumünster bei aktuell 748 Euro im Monat. Dabei sind insbesondere die Kosten fürs Wohnen berücksichtigt. Dies geht aus einer Renten-Analyse des Pestel-Instituts hervor. Die Wissenschaftler aus Hannover haben dabei für die Gewerkschaft NGG amtliche Statistiken ausgewertet. Demnach könnte die Zahl armutsgefährdeter Rentner in Neumünster künftig noch deutlich steigen nämlich dann, wenn die durchschnittliche Rente bis zum Jahr 2030 auf nur noch 43 Prozent des Einkommens abfallen soll
03.12.2018
Diakonie Altholstein

Beratung für Frauen: Weiterbildung und Wiedereinstieg

Neumünster (em) Ohne Anmeldung können Frauen sich an jedem 1. Donnerstag im Monat von 9 bis 11 Uhr und von 14 bis 16 Uhr bei der Beratungsstelle „FRAU & BERUF“ von der Diakonie Altholstein zum Einstieg ins Berufsleben informieren. Das Angebot wendet sich an Frauen, die seit längerem aus dem Beruf ausgestiegen sind, weil sie sich um Kinder oder pflegebedürftige Angehörige gekümmert haben. Ebenso können Frauen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind oder Frauen, die einen Minijob oder eine Teilzeitbeschäftigung ausüben und ihre Tätigkeit ausweiten möchten, die kostenfreie Beratung in Anspruch nehmen. An diesem Nachmittag (14 bis 16 Uhr) berät zusätzlich Martina Holler vom landesgeförderten Beratungsnetz Weiterbildung zu Weiterbildungsmöglichkeiten und zur finanziellen Förderung für Beschäftigte, z.B. Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein, Bildungsprämie und Aufstiegs-Bafög. Foto: (v.l.n.r.) Susann Willrodt-Schmidtke und Susanne Harder
30.08.2018
Frau & Beruf

Beratung für Frauen: Weiterbildungsmöglichkeiten

Neumünster (em) Ohne Anmeldung können Frauen sich an jedem 1. Donnerstag im Monat, nächster Termin ist der 7. Juni, von 9 bis 11 Uhr und von 14 bis 16 Uhr bei der Beratungsstelle „FRAU & BERUF“ von der Diakonie Altholstein in der Christianstraße 8-10 (Parkcenter, 2. Etage) zum Einstieg ins Berufsleben informieren. Das Angebot wendet sich an Frauen, die seit längerem aus dem Beruf ausgestiegen sind, weil sie sich um Kinder oder pflegebedürftige Angehörige gekümmert haben. Ebenso können Frauen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind oder Frauen, die einen Minijob oder eine Teilzeitbeschäftigung ausüben und ihre Tätigkeit ausweiten möchten, die kostenfreie Beratung in Anspruch nehmen. An diesem Nachmittag (14 bis 16 Uhr) berät zusätzlich Martina Holler vom landesgeförderten Beratungsnetz Weiterbildung zu Weiterbildungsmöglichkeiten und zur finanziellen Förderung für Beschäftigte, z.B. Weiterbildungsbonus Schleswig-Holstein, Bildungsprämie und Au
31.05.2018