Norderstedt (em) Antoine Rault zeigt mit „Auf ein Neues“ am 8. März um 20 Uhr auf satirisch-amüsante Weise den Zusammenhang zwischen Mechanismen sozialen Ab- und Aufstiegs und seelischer Verarmung, aber auch Möglichkeiten, durch eine unerwartete Begegnung ein Füreinander und ein Miteinander zu lernen. Und natürlich wird daraus eine romantische Komödie.

Catherine ist eine selbstbewusste Mittvierzigerin. Dank ihrer Energie und ihres Durchsetzungsvermögens hat sie, obwohl sie alleinerziehende Mutter ist, Karriere gemacht und hat nun einen verantwortungsvollen und gut dotierten Job. Weniger erfolgreich ist sie als Mutter: Ihre aufmüpfige 14-jährige Tochter Sarah fühlt sich von der dominierenden Mutter vernachlässigt und unterdrückt. An Heilig Abend stolpert Catherine vor ihrer Wohnungstür über den abgerissenen und angetrunkenen Clochard Michel, der sich vor der Kälte in das schicke Pariser Haus geflüchtet hatte, und wirft ihn erbarmungslos hinaus. Sarah ist empört. Sie beschimpft ihre Mutter als herzloses Monster, das zu keiner Liebe geschweige denn Nächstenliebe fähig sei. Darüber ist wiederum Catherine empört.

Sie holt, um das Gegenteil zu beweisen, den Clochard zurück und lädt ihn ein, Weihnachten gemeinsam mit ihr und ihrer Tochter zu feiern. Schließlich ist es ja vor allem das Fest des Gebens! Und Catherine kann jede Menge geben, vor allem Orientierung. Witz und Situationskomik entstehen aus dem Zusammentreffen der beiden Schichten und der extrem unterschiedlichen Persönlichkeiten: Seit seinem Arbeitsplatzverlust ist Michels Selbstbewusstsein in den Keller gerutscht. Catherines Plan steht fest: Sie möchte aus diesem verunsicherten und heruntergekommenen Menschen einen Erfolgstypen machen. Erste drakonische Maßnahme: ab unter die Dusche, ab ins Dienstmädchenzimmer unterm Dach und ab in ein teures, modisches Outfit!

Dann geht es mit dem Wiedereingliederungsprozess los. Wäre doch gelacht, wenn Catherines nicht auch das schaffen würde! Dabei hatte Catherine nicht damit gerechnet, dass bei Michel eine eigenständige Persönlichkeit zum Vorschein kommt, und ihre Resozialisierungsversuche führen zu so mancher Katastrophe. Und während ihre Tochter Sarah ein Gefühl der Verbundenheit zu dem väterlichen Michel entwickelt, wird Catherine durch die Begegnung mit seiner ihr völlig gegensätzlichen Lebenseinstellung allmählich verändert.

Preise: 13,20/20,90/16,50/26,40 Euro zzgl. Vvk- und Systemgebühr

Karten in allen bekannten Norderstedter Vvk-Stellen oder telefonisch unter: 040 / 30 987 - 123.