Norderstedt. Anfang März, wenn die Temperaturen nachts bei etwa +5°C liegen, beginnt wieder die Wanderung der Amphibien aus den trockenen Waldböden des Tangstedter Forstes zu den Laichgewässern in den Kiesgruben. Besonders nach einem Regen beginnen die Tiere in den Abend- und Nachtstunden mit ihrem Marsch, bei dem der viel befahrene Glashütter Weg in Tangstedt gequert werden muss. 

Nun schon im elften Jahr werden die Naturschützer des NABU Norderstedt unter Leitung von Anke Bruhn dem Amphibientod den Kampf ansagen. Um die Quote der überfahrenen Kröten, Frösche und Molche zu minimieren, die Artenvielfalt zu fördern, baut der NABU Norderstedt  wieder seinen Krötenleitzaun auf.

Neben dem Radweg am Glashütter Weg wird der 300 bis 400 m lange Zaun aufgestellt und alle 5 – 10 m ein Eimer eingegraben, dessen oberer Rand plan mit dem umgebenden Erdboden ist. Stoßen die Kröten auf den Zaun, wandern sie an diesem entlang und fallen in die Eimer. Diese  werden über vier Wochen lang jeden Morgen kontrolliert und die Tiere dann nach Art, Anzahl und Geschlecht bestimmt. In Eimern werden sie über die Straße getragen und in den Teichen der ehemaligen Kiesgrube am Harksheider Weg zum Laichen in die Freiheit entlassen. So werden jährlich bis zu 5000 Amphibien geschützt. 

Gibt es in Norderstedt, Tangstedt oder Wilstedt Naturfreunde, die dem NABU beim ehrenamtlichen Aufbau des Zaunes und der Rettung der Amphibien unterstützen würden? Der NABU freut sich über jede helfende Hand. Treffen: Um 9 Uhr Tangstedt, Parkplatz Tangstedter Forst  / Glashütter Weg, Einmündung Harksheider Weg . Interessierte können später bei den Artbestimmungen, Zählungen und Auswilderungen  in den folgenden Tagen und Wochen gerne mitmachen. Meldungen nehmen entgegen und Auskunft erteilen: Anke Bruhn, Tel. 040 32590815 und  01794731089  oder Horst Bollmann Tel. 040 5233431