Großenaspe. Und es geht weiter! Nachdem der diesjährige Orgelzyklus wetterbedingt zunächst etwas ruckelig, dann aber umso schöner mit einem Konzert des Husumer Kirchenmusikdirektors Kai Krakenberg startete, kommt am 7. Februar Theresa Heidler aus Leipzig nach Großenaspe.
Dazu Prof. Dr. Hans Bäßler, der Kurator der Reihe: „Frau Heidler kenne ich schon seit fast zehn Jahren, sie war damals eine Sensation auf dem Wettbewerb JUGEND MUSIZIERT. Dass sie eine derartige Karriere machen würde, haben wir damals bereits vermutet!“ Mit gerade einmal 23 Jahren hat sie inzwischen eine ganze Reihe hochangesehener internationaler Wettbewerbe gewonnen. Und dabei studiert sie in Leipzig Kirchenmusik — und das erst seit drei Jahren. Ihr Orgellehrer an der Leipziger Musikhochschule, Prof. Martin Schmeidig, selbst einer der profiliertesten Konzertorganisten Europas, fördert diese Ausnahmebegabung zu Recht. Aufgrund dieser Begabung ist Heidler inzwischen in der Konzertförderung des Deutschen Musikrates angekommen, eine Auszeich-nung, die nur ganz wenigen Studierenden überhaupt zuteil wird.
In Großenaspe spielt sie am 7. Februar ein Konzert, ganz im Sinn der Hansereihe der diesjährigen Konzerte, mit Werken von Buxtehude, Bach und Schumann. Dass Werke des Barock auf der historischen Marcussenorgel aus dem späten 19. Jahrhundert zunächst eher ungewöhnlich scheinen, aber durchaus möglich sind, hat sich gerade auch im letzten Konzert gezeigt. Dazu Hans Bäßler: „Ich glaube, dass es ein Irrtum ist, bestimmte Werke nur auf bestimmten Orgeln zu spielen. Eigent-lich geht es eher darum, in die Orgel hineinzuhorchen. Welche Klänge liefert sie, wenn sie richtig behandelt wird.“
Theresa Heidler wird dies u.a. mit Buxtehudes Präludium d-Moll erproben, be-sonders aber mit der sehr selten nur gespielten Toccata E-Dur von Bach, einem Werk, von dessen Charme sich die Zuhörer überzeugen können. Und das wie immer bei freiem Eintritt, über eine Spende am Ausgang freut sich der Verein KinG- Kultur in Großenaspe e.V. Nach dem Konzert sind die Zuhörer zu Kaffee und Kuchen eingeladen, um dann mit der Organistin aus Leipzig ins Gespräch zu kommen. Da kann man auch fragen: Wie haben Sie das Problem gelöst, auf einer romantischen Orgel ein fast ausschließlich barockes Programm zu spielen?
19. Orgelzyklus in der Katharinenkirche zu Großenaspe Orgelkonzert im Rahmen des Orgelzyklus Samstag, 7. Februar 2026 um 16.00 Uhr mit Theresa Heidler, Leipzig „Orgelklänge zwischen Lübeck und Leipzig: Von Dietrich Buxtehude bis Robert Schumann“
