Bad Bramstedt. Am Dienstagabend sollte über den Antrag von Bürgermeister Felix Carl in der Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Wirtschaft, öffentliche Einrichtungen und Tourismus über den Austritt Bad Bramstedts aus dem NORDGATE abgestimmt werden.

Dazu kam es nicht. Wie Swantje Maaß, die Leiterin des Amtes zum Glück erklärte, soll dieser Tagesordnungspunkt intern mit der Politik noch einmal beraten werden. Hintergrund waren die eindeutigen Aussagen mehrerer Parteien, Mitglied im NORDGATE bleiben zu wollen.

Wirtschaftsförderin Swantje Maaß hatte im Finanz- und Wirtschaftsausschuss beantragt, die Mitgliedschaft in dem Verbund von sechs Städten entlang der A7 zu beenden. Ihr Argument: Seit der Gründung 2008 habe Nordgate keinen einzigen Grundstücksverkauf in Bad Bramstedt vermittelt. Die jährlichen Mitgliedskosten von 20.000 Euro will Maaß stattdessen für eine eigenständige Firmenakquise nutzen.

Da sich jedoch CDU, Grüne und FDP im Vorfeld skeptisch geäußert hatten, zog Maaß ihren Antrag zurück. Eine politische Mehrheit war nicht in Sicht. Der Ausschuss vertagte die Entscheidung, um zunächst weitere Informationen einzuholen.

Bürgermeister Felix Carl zeigte sich dennoch optimistisch: Gemeinsam mit Maaß, die auch das Stadtmarketing und den Tourismus leitet, will er die freien Gewerbeflächen am Lohstücker Weg innerhalb eines Jahres vermarkten – die Nachfrage sei hoch.

Lediglich die SPD unterstützt bislang einen Austritt aus Nordgate. Ob das Thema erneut auf die Tagesordnung kommt, bleibt offen.