Bad Segeberg. Am Sonntagmittag, den 12. Juli, ereignete sich auf der Bundesstraße 432 zwischen Wardersee und Wensin ein folgenschwerer Unfall. Wie der Kreisfeuerwehrverband Segeberg berichtete, geriet eine Mercedes-Benz B-Klasse aus bislang unbekannter Ursache von der Fahrbahn ab und landete auf der Seite liegend im Straßengraben.

Die Kooperative Regionalleitstelle West löste um 13:39 Uhr zunächst den Alarm "TH G Y" aus – eine technische Hilfeleistung mit Lebensgefahr für Menschen, größer als im Standardfall. Wenig später gingen bei der Leitstelle weitere Notrufe ein, in denen von mehreren Personen im verunglückten Fahrzeug die Rede war. Daraufhin wurde die Alarmstufe auf "TH G R5" angehoben, was einen Großeinsatz des Rettungsdienstes bedeutet, und zusätzliche Rettungskräfte wurden zur Unfallstelle beordert.

Als der erste Rettungswagen ankam, versorgten bereits mehrere Ersthelfer die zwei im Wagen eingeschlossenen Personen. Weitere Beteiligte des Unfalls trugen keine Verletzungen davon.

Nach Ankunft der Feuerwehr übernahm diese unterstützende Aufgaben für den Rettungsdienst: Die Einsatzkräfte bereiteten die technische Rettung vor und sicherten den Brandschutz ab. Gemeinsam mit den vor Ort befindlichen Notärzten entschieden sich die Retter dafür, das verunfallte Fahrzeug zunächst wieder auf die Räder zu stellen. Anschließend wurde zuerst die schwer verletzte Fahrerin und danach der ebenfalls schwer verletzte Beifahrer mithilfe hydraulischer Rettungsgeräte aus dem Wrack befreit. Beide kamen zur weiteren medizinischen Versorgung in umliegende Kliniken.

Während des gesamten Einsatzes blieb die B432 in beide Richtungen vollständig gesperrt. Zur Unfallursache, zur Schadenshöhe sowie zu den Personalien oder dem genauen Verletzungsgrad der Betroffenen konnte die Feuerwehr keine Auskunft geben. Die Polizei nahm noch am Unfallort die Ermittlungen auf.

Im Einsatz waren laut Mitteilung folgende Kräfte: die Freiwillige Feuerwehr Berlin, die Freiwillige Feuerwehr Wensin-Garbek, Amtswehrführung und Führungsgruppe der Amtsfeuerwehr Trave-Land, die Freiwillige Feuerwehr Gnissau aus Ostholstein, ein Notarzt sowie zwei Rettungswagen und ein Krankentransportwagen der Rettungsdienstkooperation in Schleswig-Holstein, ein Rettungswagen der Rettungsdienst Holstein AöR, der Rettungshubschrauber Christoph 42 der DRF Luftrettung, der ADAC-Rettungshubschrauber Christoph 67 sowie die Polizei aus Segeberg und Pinneberg.