Bad Segeberg. Das Herz- und Gefäßzentrum der Segeberger Kliniken setzt auf hochmoderne Medizintechnik: Drei neue Herz-Lungen-Maschinen der neuesten Generation ergänzen ab sofort die Ausstattung der Herzchirurgie. Mit einem Investitionsvolumen von rund 900.000 Euro stärken die Segeberger Kliniken die Qualität der Patientenversorgung und treiben gleichzeitig die Digitalisierung im Operationssaal weiter voran.
Höchste Präzision während komplexer Herzoperationen
Herz-Lungen-Maschinen übernehmen während einer Operation vorübergehend die Funktion von Herz und Lunge. Sie versorgen den Körper mit Sauerstoff und halten den Blutkreislauf aufrecht, während das Herz operiert wird. Umso wichtiger sind höchste Präzision, Zuverlässigkeit und modernste Technik.
Die neuen, jeweils rund 50 Kilogramm schweren Systeme verfügen über eine deutlich verbesserte Datenerfassung und ermöglichen eine vollständige digitale Integration aller relevanten Perfusionsdaten in das Krankenhausinformationssystem der Segeberger Kliniken. Dadurch stehen sämtliche Informationen lückenlos für die Dokumentation und Nachsorge zur Verfügung.
Schonender für das Blut – ein Gewinn für die Patienten
Neben den digitalen Möglichkeiten bieten die neuen Herz-Lungen-Maschinen vor allem medizinische Vorteile. Moderne Pumpentechnologien sowie optimierte Schlauschsysteme mit kürzeren Leitungswegen sorgen für eine deutlich schonendere Behandlung des Blutes während der Operation.
„Mit den neuen Herz-Lungen-Maschinen investieren wir gezielt in die Sicherheit und Qualität unserer herzchirurgischen Versorgung. Die neue Technik arbeitet noch präziser und schont das Blut unserer Patientinnen und Patienten deutlich besser. Gleichzeitig profitieren unsere Teams von einer vollständig digitalen Dokumentation aller relevanten Daten", so Herr Prof. Dr. med. Stefan Klotz, Chefarzt der Herzchirurgie am Herz- und Gefäßzentrum der Segeberger Kliniken.
Digitalisierung unterstützt medizinische Qualität
Die automatische Übertragung sämtlicher Perfusionsdaten reduziert den Dokumentationsaufwand und schafft eine lückenlose Datengrundlage für die Behandlung. Dies erhöht die Transparenz und unterstützt eine noch engere interdisziplinäre Zusammenarbeit.
„Moderne Medizin bedeutet heute weit mehr als innovative Operationstechniken. Digitale Prozesse und eine intelligente Vernetzung der Medizintechnik tragen entscheidend zur Behandlungsqualität bei. Mit dieser Investition schaffen wir beste Voraussetzungen für eine noch sicherere und effizientere Versorgung unserer Patientinnen und Patienten", betont Herr Prof. Dr. med. Holger Nef, Chefarzt und Klinikdirektor des Herz- und Gefäßzentrums der Segeberger Kliniken.
Investition in die Zukunft der Herzmedizin
Mit der Anschaffung der drei neuen Herz-Lungen-Maschinen unterstreichen die Segeberger Kliniken ihren Anspruch, das Herz- und Gefäßzentrum kontinuierlich weiterzuentwickeln und modernste Technologien zum Wohle der Patientinnen und Patienten einzusetzen. Die Investition von rund 300.000 Euro pro System ist ein weiterer Baustein für eine hochwertrige, innovative und zukunftssichere Herzmedizin in Schleswig-Holstein.
Das Herz- und Gefäßzentrum der Segeberger Kliniken ist eines der größten in Norddeutschland. Es gliedert sich in die Bereiche: Kardiologie und Angiologie mit der Sektion Gefäßchirurgie, der Klinik für Herzchirurgie, der Abteilung für Kardio-anästhesie sowie der kardiologischen Rehabilitation. Diagnostik und Therapie aller Erkrankungen des Herzens und der Gefäße sind möglich.
Die Expertise der spezialisierten Teams zeigt sich in mehr als 5.000 koronaren Herzkatherbehandlungen, über 600 Herzvschrittmacherimplantationen, 550 Herzklappenbhandlungen, etwa 500 herzchirurgischen Eingriffe und mehr als 1.100 Ablationen bei Herzrhythmusstörungen pro Jahr.
Foto: Segeberger Kliniken
