Bad Segeberg. Zum dritten Mal sattelt Bastian Semm den Rappen „Hatatitla“ und reitet als Winnetous Blutsbruder Old Shatterhand ins Abenteuer. Tief in seinem Herzen war der gebürtige Bochumer schon immer ein Cowboy – und ein begnadeter Countrymusiker ist er ohnehin. Die Bad Segeberger Zuschauer haben ihn seit seinem ersten Auftritt im Sommer 2023 begeistert als „alte Schmetterhand“ angenommen.
Zwischen den Spielzeiten steht Bastian Semm oft vor der Fernsehkamera. So verbreitete er als Stalker „Caspar Seitz“ in der Soap „Alles was zählt“ Angst und Schrecken. Am Ende starb die Figur einen dramatischen Serientod. Direkt im Anschluss drehte er für die RTL-Kultserie „Gute Zeiten – schlechte Zeiten“ und verkörperte einen erfolgreichen Unternehmer.
Aber am allerliebsten spielt er live vor Publikum. Mit Auftritten zu Pferd und vor Tausenden von Zuschauern kennt sich Bastian Semm bestens aus. Fünf Sommer lang übernahm er bei den Störtebeker-Festspielen auf Rügen die Titelrolle des legendären Freibeuters. Bei seinem Abschied wurde er dort traditionell geköpft – und zwar auf Betreiben von Simon von Utrecht alias Nicolas König, der nun sein Regisseur am Kalkberg ist. So sieht man sich wieder – und am Kalkberg bleibt der Kopf drauf.
Seine Ausbildung absolvierte Bastian Semm an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater. Es folgten feste Engagements an Theatern in Basel und Heidelberg. 2009 erhielt er für seine Darstellung des „Peer Gynt“ bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel den Rosenthal-Nachwuchspreis. Auch sein Auftritt als „Hamlet“ bei den Bad Hersfelder Festspielen wurde 2011 ausgezeichnet: mit dem Hersfeldpreis. Es folgte wiederum bei den Luisenburg-Festspielen der Romeo in „Romeo & Julia“.
In der ARD-Serie „Verbotene Liebe“ übernahm Bastian Semm als „Martin Vogt“ eine der Hauptrollen. Außerdem drehte er unter anderem für „Freundinnen – jetzt erst recht“ (RTL), „Der Staatsanwalt“ (ZDF) sowie die ZDF-SOKOs in München und Leipzig.
Als Singer-Songwriter geht Bastian Semm seit über zehn Jahren auf Tour. Auch in Bad Segeberg ist er schon mit einem persönlichen Country- und Christmas-Abend aufgetreten und begeisterte die Fans. Sein Programm „CASH – a singer of songs“ brachte ihn sogar bis in die Country-Metropole Nashville, wo er John Carter Cash traf, den Sohn der Musiklegende Johnny Cash.
Foto: Stefan Klüter
