Kreis Segeberg. Die Bundesregierung hat den Erhaltungszustand des Wolfes nun auch für die kontinentale biogeografische Region Schleswig-Holsteins als günstig nach Brüssel gemeldet. Damit gilt der Wolf in ganz Schleswig-Holstein offiziell nicht mehr als vom Aussterben bedroht. Dies erklärte der schleswig-holsteinische CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich.
„Die Wolfspopulation hat sich in den letzten Jahren in Deutschland stetig vergrößert und stellt die Weidetierhaltung, die gerade auch bei uns eine bedeutende Rolle für die Deichpflege spielt, vor große Herausforderungen", so Helfrich. Die heutige Meldung sei daher nur konsequent.
Für die atlantische Region, die den westlichen Teil Schleswig-Holsteins abdeckt, war der günstige Erhaltungszustand bereits im Juli gemeldet worden. Mit der aktuellen Meldung für die kontinentale Region, die den östlichen Landesteil umfasst, liegt nun für das gesamte Bundesland eine klare Bewertung vor.
„Wir haben es nun schwarz auf weiß, dass der Wolf in ganz Schleswig-Holstein nicht mehr vom Aussterben bedroht ist", betonte der CDU-Politiker. Dies schaffe die rechtliche Grundlage für ein effektiveres Wolfsmanagement.
Mit der Meldung des günstigen Erhaltungszustands werde sichergestellt, dass die Länder Wölfe im Bedarfsfall rechtssicher und schnell entnehmen können, erklärte Helfrich. „Wir werden dazu im Bund zeitnah die notwendige Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes vornehmen und den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen."
Die Weidetierhaltung in Schleswig-Holstein spielt insbesondere für die Pflege der Deiche eine wichtige Rolle. Weidetierhalter sehen sich jedoch zunehmend durch Wolfsrisse vor Probleme gestellt. Mit der neuen Rechtslage soll nun ein Ausgleich zwischen Artenschutz und den Interessen der Landwirtschaft geschaffen werden.
