Bad Segeberg. Das Jugendzentrum in der Mühle soll künftig das gesamte Gebäude für sich bekommen. Möglich wird das durch den Umzug der dort ansässigen Kita II in einen Neubau, der bis 2028 in der Südstadt entstehen soll.
Derzeit teilen sich die Kita mit 56 Elementar- und 38 Hortplätzen, das Familienzentrum „Spurensucher“ und das Jugendzentrum die historische Mühle. Kita und Familienzentrum sollen in die Gustav-Böhm-Siedlung wechseln, die die Wankendorfer Baugenossenschaft errichtet. Für den Kita-Neubau rechnet die Verwaltung mit rund 4,58 Millionen Euro, dazu kommen etwa 270.000 Euro für das Grundstück.
Erarbeitet hat die Pläne Charlene Milster, die das Sachgebiet Kinder und Jugend leitet und früher selbst das Jugendzentrum geführt hat. Vorgesehen ist unter anderem:
- Hort-Räume und Bewegungshalle im Erdgeschoss gehen an die offene Kinder- und Jugendarbeit. Externe Gruppen können die Halle nach Absprache weiterhin nutzen.
- Der Medienraum, bislang nur über das nicht barrierefreie Obergeschoss erreichbar, soll nach unten verlegt werden.
- Die Frühförderung übernimmt die bisherigen Kita-Räume und wäre damit erstmals ohne Barrieren zugänglich.
- Im Obergeschoss des Anbaus könnten zusätzliche Büro- und Beratungsräume entstehen, darunter ein eigenes Büro für die Straßensozialarbeit.
- Der sogenannte Mühlenstumpf bleibt ein vielseitig nutzbarer Raum für Jugendarbeit, Frühförderung sowie Sitzungen und Veranstaltungen.
Auch längere Öffnungszeiten sind denkbar: Aktuell ist das Jugendzentrum von 13 bis 19 Uhr geöffnet, künftig könnten Abendangebote oder Projekte hinzukommen.
Für den Umbau – etwa der Sanitäranlagen im bisherigen Kita-Trakt – rechnet die Verwaltung mit erheblichem Aufwand. Die Jugendlichen sollen an der Neugestaltung beteiligt werden. Eine Kostenschätzung gibt es noch nicht; dafür muss zunächst die Bausubstanz begutachtet und detailliert geplant werden. Fördermittel könnten über die Landesjugendämter beantragt werden, setzen aber eine genaue Projektbeschreibung und Kalkulation voraus.
