Die Johanniter-Kitas Oeringer Strolche und Pfützenracker wurden für ihre Bildungsprojekte als KITA21 von der Umweltstiftung S.O.F. Save Our Future ausgezeichnet

Wie können wir Wasser schützen und uns gesund ernähren? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Oeringer Strolche und die Pfützenracker in ihren KITA21-Projekten. Für ihr Engagement erhielten die beiden Johanniter-Kitas am 27. Oktober 2026 bei einer Auszeichnungsveranstaltung in Kiel ihre Plaketten – als zwei von 23 ausgezeichneten Einrichtungen in Schleswig-Holstein. Die Bildungsinitiative KITA21 würdigt pädagogische Arbeit, die Kinder früh für einen bewussten Umgang mit Natur, Umwelt und Ressourcen sensibilisiert und sie dazu ermutigt, ihre Lebenswelt aktiv mitzugestalten.

Die Oeringer Strolche widmeten sich der wertvollen Ressource Wasser. „Sechs Wochen lang haben wir unseren Wasserverbrauch gemessen und ausgewertet“, erklärt Nils Kühn, Leiter der Johanniter-Kita aus Oering. Dabei entdeckten die Kinder gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften, wofür Wasser gebraucht wird und wie es sich im Alltag einsparen lässt. „Ob beim Experimentieren, Pflanzen gießen, beim Besuch der Kläranlage oder beim Entdecken des Wasserkreislaufs – die Kinder erlebten Wasser auf ganz vielfältige und praxisnahe Weise.“ Als kleine „Wasser-Detektive“ entwickelten sie eigene Regeln und übernahmen als „Wasserdienst“ Verantwortung. Auch neue Alltagsroutinen und eine Tafelwasseranlage trugen dazu bei, den bewussten Umgang mit Wasser im Kita-Alltag zu verankern. Den Abschluss bildete ein Wasserfest mit Kindern und Eltern.

Die Pfützenracker aus Schackendorf beschäftigten sich mit gesunder und nachhaltiger Ernährung. „Unser Ziel war es, den Kindern auf spielerische und praktische Weise zu vermitteln, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung ist und woher unsere Lebensmittel kommen“, erklärt Andrea Kühn, Leiterin der Johanniter-Kita. Ausgehend von der Geschichte „Die kleine Raupe Nimmersatt“ lernten die Kinder, warum eine abwechslungsreiche Ernährung wichtig ist, welche Lebensmittelgruppen es gibt und weshalb Wasser, Obst und Gemüse dazugehören. Ein selbst zusammengestelltes Kita-Müsli weckte die Neugier auf neue Lebensmittel. Außerdem entstanden beim gemeinsamen Elterntag mit Unterstützung einer Schackendorfer Gärtnerei neue Hochbeete als Grundlage für einen eigenen Kita-Garten. So erfuhren die Kinder unmittelbar, wo Lebensmittel herkommen und was Pflanzen zum Wachsen brauchen.

Für die Oeringer Strolche ist es bereits die dritte KITA21-Auszeichnung. Mit ihrer Bewerbung erreichten sie zudem Stufe 2, die eine intensive und langfristige Verankerung der Bildungsarbeit sowie die Teilnahme von mindestens der Hälfte der Mitarbeitenden an einer KITA21-Grundlagenfortbildung voraussetzt. Die Pfützenracker wurden erstmals ausgezeichnet.

Beide Projekte zeigen, wie Kinder durch praktische Erfahrungen lernen, Verantwortung für sich und ihre Umwelt zu übernehmen. Dabei spielen auch die Zusammenarbeit mit Eltern und weiteren Unterstützenden sowie die Übertragung des Gelernten in den Alltag eine wichtige Rolle.