Bad Segeberg (em) Seit Anfang des Jahres dürfen Privatpersonen keine chemischen Rattenköder mehr auslegen, die den Wirkstoff Difenacoum enthalten. Doch was geschieht mit hochwirksamen Resten dieser Schädlingsbekämpfungsmittel? Die Schadstoffsammlung des WZV (Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg) ist der richtige Ort für die Entsorgung.
Auf keinen Fall sollten die Rattenköder achtlos weg geworfen werden, denn sie enthalten hochgiftige Stoffe, die die Blutgerinnung verhindern. Fressen Wildtiere und Vögel, aber auch Katzen und Hunde, die Köder, verbluten sie innerlich und sterben qualvoll. Das Gift wirkt auch noch im toten Tier und reichert sich in der Nahrungskette an. Studien zufolge sind in Eulen und Füchsen, sowie anderen Wildtieren hohe Konzentrationen von Rattengift gefunden worden. Einige Ratten zeigen erste Resistenzen gegen sämtliche Wirkstoffe und sind somit nur noch mit Fallen zu bekämpfen. Lediglich Personen mit Sachkundenachweis oder professionelle Schädlingsbekämpfer dürfen in Zukunft die hochkonzentrierten Gifte auslegen, denn sie kennen die Lebensgewohnheiten von Ratten am besten. Der Einzelhandel musste die ersten Produkte aus den Regalen nehmen.
Das Schadstoffmobil ist täglich im WZV Gebiet unterwegs und steht regelmäßig auf Wochenmärkten. Am 26. Januar beginnt die Wochenmarktsaison in Henstedt-Ulzburg Rhen von 13 bis 18 Uhr. Am 4. Februar stehen die Profis in Orange auf dem Wochenmarkt in Bad Bramstedt. Außerdem halten alle WZV Recyclinghöfe passende Sammelbehälter für giftige Substanzen bereit. Die Öffnungszeiten der Recyclinghöfe und Termine der mobilen Schadstoffsammlung stehen in der Abfallinfo oder im Internet unter www.wzv.de.
Foto: Das Totenkopf Symbol ist eindeutig. WZV Schadstoffprofi Helmut Wachowitz sortiert abgegebenes Rattengift in einen Spezialbehälter für giftige und umweltgefährdende Stoffe auf dem Recyclinghof Segeberg.