Bad Segeberg (em) Am 4. Dezember hat die Gemeinschaft der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des WZV (Wege-Zweckverband der Gemeinden des Kreises Segeberg) im Rahmen ihrer Verbandsversammlung in Bad Bramstedt zukunftsweisende Beschlüsse gefasst: Die wichtigste Nachricht für alle Privathaushalte: Das neue BioPlus Tarif-System gilt ab 1. Januar 2013.
Nach fast zweijähriger Vorbereitung mit Kundenbeteiligung und wissenschaftlicher Abfallanalyse und eingehender Diskussion in den WZV-Fachgremien wurde das neue BioPlus Tarif-System vom Vorsitzenden des WZV-Abfallwirtschaftsausschusses, Damsdorfs Bürgermeister Joern Fischer, einführend vorgestellt und die umfangreiche Neukalkulation der Abfallentgelte von Mathias Kossyk vom Beratungsunternehmen pwc aus Kiel erläutert. Es schloss sich eine umfassende Nachfrage und Diskussionsrunde an. „In einer Versammlung mit mehr als 100 Teilnehmer sich rund eine Stunde mit diesem Thema fundiert zu beschäftigen das fand ich beeindruckend!“ stellt WZV-Verbandsvorsteher Jens Kretschmer fest. Auch das Ergebnis kann sich sehen lassen- die Neuordnung des WZV-Abfalltarifsystems nach einer Preisstabilität von 12 Jahren wurde mit großer Mehrheit beschlossen.
„Jetzt können wir auf allen Ebenen richtig loslegen,“ freut sich Torsten Höppner, als Bereichsleiter beim WZV für die Abfallwirtschaft zuständig. Ein umfassendes Kommunikationskonzept, um das neue System allen Kunden zu erklären und die richtigen Entscheidungen für die optimale Behälterausstattung treffen zu können, ist vorbereitet. Die WZV-Belegschaft steht in den Startlöchern und ist gespannt auf die Kundenresonanz.
„Daten-Autobahnen für den ländlichen Raum“
Das Interesse an der Breitbandversorgung durch den WZV ist ungebrochen nachdem der Verband in diesem Sommer sich für 19 Gemeinden für diese Aufgabe geöffnet hat, haben nun auch die Gemeinden Todesfelde, Pronstorf, Mözen, Glasau und Weede den Vertrag mit dem WZV beschlossen. Die Versammlung wurde zudem über den Stand der aktuell laufenden europaweiten Ausschreibung zur Ermittlung eines Breitband-Netzbetreibers informiert.
Abwasserentsorgung durch den WZV
In der Gemeinde Krems II wird durch Privatinitiative ein Ferienhausgebiet mit Ferien-häusern nach skandinavischem Vorbild direkt am Ufer des Wardersees auf dem Gelände eines ehemaligen Campingplatzes entstehen. Die Verantwortung für die noch zu planenden und zu bauenden Abwasserkanäle und kläranlage hat die Gemeinde auf den WZV übertragen. Erstmalig übernimmt damit der WZV nicht eine bestehende Abwasserentsorgungsanlage, sondern steigt bereits in der Planungsphase ein.
Jahresabschluss 2011 und Wirtschaftsplanung 2013
Das Ergebnis der von einem unabhängigen Gutachter durchgeführten Prüfung des Jahresabschlusses hat die Verbandsversammlung beschlossen; vorab hatte bereits das Gemeindeprüfungsamt des Kreises Segeberg das Prüfergebnis ohne ergänzende Anmerkungen akzeptiert. Ebenso beschlossen wurde der Wirtschaftsplan für das Jahr 2013, der maßgeblich von neuem Tarifsystem BioPlus sowie einer Reihe von großen Investitionen bestimmt ist. So sieht der WZV Baumaßnahmen im Breitbandbereich nach Erreichen einer ausreichenden Anschlussquote in Höhe von 5 Millionen Euro vor, zudem wird am Standort Bad Segeberg auf einem im Sommer erworbenen Nachbargrundstück ein neuer Recyclinghof mit Baukosten von mehr als 3 Millionen Euro geplant.
Erster Schritt für Vertragsverlängerung
„Vorzeitige Vertragsverlängerungen“ sind aus dem Profisport bekannt. Im öffentlichen WZV ist das etwas komplizierter die Verbandsversammlung hat einstimmig entschieden, auf eine Ausschreibung der Stelle des Verbandsvorstehers zu verzichten. Sie setzt auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit auch in einer dritten Amtszeit mit dem aktuellen Verbandsvorsteher Jens Kretschmer. Dazu muss im kommenden Sommer dann noch die förmliche „Bestellung“ für eine weitere achtjährige Amtszeit folgen.