Bad Segeberg (em) Der WZV hat für das Jahr 2013 das neue BioPlus Tarif-System erarbeitet und muss, nach zwölf Jahren stabiler Preise, die Abfallentsorgungstarife anpassen. Die WZV Verbandsversammlung wird am 4. Dezember in Bad Bramstedt darüber abschließend beraten. Im Vorfeld ist, angestoßen durch die Partei „Die Linke“, eine öffentliche Diskussion entstanden, bei der dem WZV unterstellt wird, die überaus lange Periode stabiler Preise nur durch Lohndumping erreicht zu haben. Diese einseitige Sicht möchte der WZV mit einigen wenigen Hinweisen korrigieren.
„Wir sind beiden Seiten, unseren Kunden und unseren Mitarbeiter, verpflichtet. Bei allem was wir tun und planen, müssen wir günstige Abfalltarife für unsere Kunden genauso im Blick haben, wie eine gerechte Bezahlung unserer Mitarbeiter. Billigtarife gibt es bei uns nicht!“, so Verbandsvorsteher Jens Kretschmer.
Im Jahr 2003 hat WZV als kommunales Unternehmen seine Tochtergesellschaft, die WZV Entsorgung GmbH & Co. KG, gegründet. Damals wurde der Abfallmarkt durch neue gesetzliche Regelungen geöffnet. Der WZV wollte sich dem Wettbewerb stellen, was allein mit einer öffentlich-rechtlichen Struktur nicht machbar war. In der neu gegründeten WZV Entsorgung wurden von Anfang an bis heute Löhne nach dem Flächentarifvertrag des Bundes Deutscher Entsorger (BDE) gezahlt dem Tarifvertrag, der bundesweit für alle tarifgebundenen Entsorgungsunternehmen gilt. Unterschiedliche Tarifverträge beim WZV sind kein Beweis für eine Zwei-Klassen-Gesellschaft, sondern ein Kompromiss zugunsten gesicherter Arbeitsplätze zu festen Tarifen, zugunsten guter Arbeitsbedingungen und zugunsten einer günstigen und nachhaltigen Entsorgung aus einer Hand für die Kunden.
WZV-Chef Kretschmer würde es begrüßen, „wenn sich Gewerkschaften und Vertreter der öffentlichen und privaten Entsorgungswirtschaft auf einen gemeinsamen Tarifvertrag einigen könnten dann hätten wir, sogar bundesweit, gleiche Bedingungen für alle. Und ich wäre froh, wenn auch die Politik sich dafür stark machen würde.“