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Stiftung Naturschutz
Baggern für eine bunte Wohngemeinschaft von Fröschen, Kröten und Insekten
Henstedt-Ulzburg (em) Der Bagger ist vom Tieflader gerollt und nimmt am Montag, 25. November 2024 seine Arbeit im Stiftungsland – auf einer Weide der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein bei Henstedt-Ulzburg in der Alsterniederung – auf.
Zwischen Baumreihen auf der einen und einem Graben auf den anderen Seiten wurde die etwa zwei Hektar große Weide bisher von Pferden beweidet. Jetzt verwandelt Maßnahmen-Managerin Kerstin Haldan von der Ausgleichsagentur Schleswig-Holstein, eine 100%ige Tochter der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, die Fläche in eine wildbunte Wohn-Gemeinschaft für Knoblauchkröte, Moorfrosch, einen Blühstreifen voller heimischer Wildpflanzen und Insekten, wie seltene Libellen. Wenn alle Kleintiere eingezogen und die Fläche umzäunt ist, sollen auch die Pferde zurückkommen.
In einem ersten Schritt werden jetzt unterirdische Entwässerungssysteme wie Drainagen gekappt und in den Graben im Norden Erdstaue eingebaut, um das Wasser beispie
25.11.2024
Gemeinde Henstedt-Ulzburg
Insektenwiesen haben sich gut entwickelt
Henstedt-Ulzburg (em) Hier blüht einem etwas: Das hat die Sichtung der Insektenwiesen im Gemeindegebiet ergeben. „Anfang August haben wir uns die einzelnen Blüh- und Bienennährflächen angeschaut, um deren Entwicklung nach der circa sechsjährigen Standzeit zu überprüfen sowie zu dokumentieren“, erklärt Arnim Steffens, Leiter des gemeindlichen Baubetriebshofs. Auf einer mittelgroßen Fläche im Tiedenkamp ist beispielsweise mit mittlerweile 26 verschiedenen Arten eine wahre Pflanzenvielfalt zu finden.
Dort wachsen Ackerkratzdisteln, Brennnesseln, Frühlingsmargeriten, Kamille, Majoran, Spitzwegerich und noch viel mehr. „Einiges davon haben wir damals selbst angepflanzt, viele Pflanzen sind jedoch auch durch Saatanflug dazu gekommen“, so Arnim Steffens, der sich über die gute Entwicklung der Insektenwiesen freut. „Neben den ökologisch wertvollen Aspekten hat sich auch der Pflegeaufwand für diese ehemaligen Rasenflächen erheblich verringert. Der erforderliche
22.09.2023
Gemeinde Henstedt-Ulzburg
Platz für neue „Nachbar:innen“: 40 Behausungen für Fledermäuse
Henstedt-Ulzburg (em) 40 Sommerquartiere für Fledermäuse wurden vor Kurzem in der Gemeinde Henstedt-Ulzburg von Katja Rihm aus dem Sachgebiet Grünplanung und Umwelt sowie Ralf Damm vom Baubetriebshof angebracht. Standorte sind im Naturraum Siebenstücken, in der Lindenstraße und nahe der Straße Möschen. 28 Fledermaushöhlen mit zwei Einschlüpfen für kleinere Fledermausarten und zwölf selbstreinigende Großraumhöhlen bieten nun Platz für neue „Nachbar:innen“.
„Die Großraumhöhlen werden unter anderem auch als Wochenstuben vom Großen und Kleinen Abendsegler sowie von der Wasserfledermaus, der Fransenfledermaus und dem Braunen Langohr genutzt“, erklärt die Biologin Katja Rihm. „Die Auswahl der Nistkästen und Standorte erfolgte nach Beratung durch die NABU-Landesstelle Fledermausschutz und -forschung und den NABU Kisdorfer Wohld.“ Wie sie erklärt, sei bei der Auswahl der Standorte das Vorkommen von Wasser, Insekten als Nahrungsquelle und natürlichen L
05.04.2023
Gemeinde Henstedt-Ulzburg
Schottergärten – ein verboten schlechter Trend!
Henstedt-Ulzburg (em) Der Trend zum Schottergarten ist bereits in vielen Städten und Gemeinden, so auch in Henstedt-Ulzburg, angekommen. Für die meisten Besitzerinnen und Besitzer dieser Gärten liegt der Vorteil der scheinbar pflegeleichten Beete auf der Hand, doch gerade das ist ein Irrglaube. Betrachtet man einen Schottergarten genauer, so fallen eine Vielzahl von Fakten auf, die einen mehr an einen Garten des Grauens erinnern lassen.
Schottergärten bestehen vor allem aus Kies und Steinen verschiedener Form, Größe und Herkunft. Auch Skulpturen, Säulen, Gitterkörbe und Zäune sind typische Gestaltungsmittel. Mitunter setzen einzelne Pflanzen Akzente.
Zur Anlage eines Schottergartens wird der Mutterboden abgetragen und dann ein undurchlässiges Vlies oder eine wasserdurchlässige Folie daruntergelegt, auf das anschließend das steinerne Material gefüllt wird. Dadurch soll das Durchwachsen von Wildkräutern von unten her verhindert werden.
Die Entscheidung
09.08.2021
Gemeinde Henstedt-Ulzburg
Einrichtung einer Ökokontofläche in Henstedt-Ulzburg
Henstedt-Ulzburg (em) Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg will die Ökokontofläche zwischen Schniederkoppel und Am Wischhof einrichten. Die am 19. April 2019 angekündigten Untersuchungen der Fläche sind abgeschlossen und ein Konzept für die Naturschutzmaßnahmen wurde erstellt. Die Gemeinde hat beantragt, die Fläche in das Ökokonto gem. § 16 Bundesnaturschutz-gesetz aufzunehmen.
Geplant sind Maßnahmen für den Artenschutz insbesondere für Insekten (Wildbienen, Wespen, Tagfalter und Libellen), Amphibien und Reptilien. Die Fläche soll sich langfristig zu mesophilem Grünland einer Form des arten- und strukturreichen Dauergrünlands entwickeln, welches ein geschütztes Biotop gem. § 21 Abs. 1 Ziff. 6 Landesnaturschutzgesetz darstellt.Angrenzend wurde bereits letztes Jahr eine Streuobstwiese im Rahmen des Einheitsbuddelns angelegt, welche u.a. eine Nahrungsquelle für die Insekten bieten soll.
Ebenso wurde angefangen einen Knick anzulegen, der später diese Fläche von
02.04.2020
Gemeinde Henstedt-Ulzburg
Baumpflegemaßnahmen zur Verkehrssicherung
Henstedt-Ulzburg (em) In Henstedt-Ulzburg im Ortsteil Rhen werden in dem Waldstück zwischen den Straßen „Zum Meeschensee“ und „Theodor-Storm-Straße“ erneut Maßnahmen zur Verkehrssicherung notwendig.
Durch den Wald führt ein kleiner Wanderweg, der u.a. von Schülerinnen und Schüler der Grundschule Rhen als auch von Kindern der Kita Theo-Storm-Straße genutzt wird. Im Frühjahr dieses Jahres erlitt der Baumbestand bereits einige, schwere Schäden durch Sturm- und Gewitterböen und wurde forstlich „durchgearbeitet“.
Jetzt zeigen sich erneut bereichsweise starke Trockenschäden an kleinen und mittleren Bäumen. Aber auch bei alten Baumbeständen ist nach den extremen Trockenperioden der zurückliegenden, heißen Sommer eine vermehrte Totholzbildung bis hin zum Absterben des Baumes zu verzeichnen. Von Anfang bis Mitte November wird der gemeindliche Baubetriebshof die bruchgefährdeten Bäume aus dem Waldstück entnehmen, wobei hier der Schwerpunkt auf Einze
25.10.2019
Gemeinde Henstedt-Ulzburg
Schaffung neuer Lebensräume für Insekten
Henstedt-Ulzburg (em) Immer weniger Bienen, Fliegen und Schmetterlinge. Der Rückgang bei den Fluginsekten ist dramatisch, mancherorts beträgt er bis zu 80 Prozent. Die Gründe für das Insektensterben sind vielfältig. Dazu gehören einerseits der verstärkte Einsatz von hochwirksamen Insektiziden, anderseits aber auch die Fragmentierung und Zerstörung von Lebensräumen für diese wichtigen Kleinstlebewesen.
Die Gemeinde Henstedt-Ulzburg möchte dem Insektensterben aktiv entgegenwirken, indem sie neue Lebensräume für Insekten schafft und bereits bestehende verbessert. Ein gutes Beispiel hierfür ist die in den vergangenen Jahren erfolgte Neuanlage von Blüh- und Bienennährflächen im Gemeindegebiet.
„In den zurückliegenden Jahren haben meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfangreiche Erfahrungen hinsichtlich der Anlage und Unterhaltung solcher Habitate gesammelt“, sagt Bürgermeister Stefan Bauer. In enger Zusammenarbeit mit dem Sachgebiet Grünplanung wurd
28.01.2019
Wählergemeinschaft
Gelungene Pflanzaktion von WHU und Bienenhütern
Henstedt-Ulzburg (em) Rund 200 Sträucher aus der Region, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen und den Bienen und anderen Insekten Nahrung liefern das war Ziel der Pflanzaktion in Ulzburg Süd. Die WHU und der Imkerverein „Die Bienenhüter“ planten schon lange eine gemeinsame Pflanzaktion.
„Im Frühjahr sollte es rechtzeitig losgehen. Wir freuen uns zwar auch über Nieselregen, aber ausgerechnet am Pflanztag hätte er nun nicht unbedingt sein müssen“, so Verena Grützbach, zweite Vorsitzende der Wählergemeinschaft WHU. Mitglieder des Imkervereins und der Wählergemeinschaft griffen zum Spaten und setzten die Wildsträucher fachgerecht in die vom Baubetriebshof der Gemeinde vorbereitete Fläche in der Nähe der Straße „Abschiedskoppel“. Dort wurden zuvor auch schon einige Bäume gepflanzt.
„Wir wollen auf diese Weise die Artenvielfalt stärken und die Bienen unterstützen. Wir brauchen sie so dringend“, so Verena Grützbach weiter. Auch die Kinder d
16.04.2018
