Kaltenkirchen (rj) Die Firma Jungheinrich AG geht mit dem neuen Ersatzteilzentrum nach Kaltenkirchen. Der Grundstückskaufvertrag für eine Fläche in der Maybachstraße wurde jetzt unterschrieben.

Ende Mai wurde von Jungheinrich die Entscheidung getroffen, ein Ersatzteilzentrum nördlich von Hamburg zu bauen. Die Standortwahl fiel auf Kaltenkirchen. Mit der Vertragsunterzeichnung erfolgt der zweite entscheidende Schritt zur Realisierung dieses Projekts. Bis zum Jahr 2013 wird auf einer 6,1 Hektar großen Fläche im Gewerbegebiet Kaltenkirchen-Süd ein funktional optimiertes, aber auch städtebaulich ansprechendes Betriebsgebäude errichtet. An diesem neuen Betriebsstandort von Jungheinrich werden rund 230 Arbeitskräfte beschäftigt sein. „Die Stadt entwickelt für das Unternehmen planungsrechtlich ein maßgeschneidertes Grundstück für dieses Projekt“, erklärt Erster Stadtrat Karl-Heinz Richter anlässlich der Vertragsunterzeichnung. „Wir sind sehr erfreut über diesen Ansiedlungserfolg, der entstanden ist in der bewährten Zusammenarbeit im Nordgate-Verbund und wesentlich zur Stärkung der Wirtschaftskraft in der zweitstärksten Wirtschaftsregion des Landes beitragen wird“, so Richter. Mitentscheidend bei allen Standortfaktoren waren auch die günstige Lage und die gute Verkehrsanbindung des Standortes an den ÖPNV durch die AKN. Damit wurden die seit Jahresbeginn intensiv geführten Ansiedlungsgespräche zu einem wesentlichen Teilabschluss geführt. Sie sind damit nicht abgeschlossen, denn nunmehr bedarf es einer weiteren intensiven Detailabstimmung in allen Planungsbereichen zu diesem Projekt. „Kaltenkirchen wird auch weiterhin für das Unternehmen ein verlässlicher Partner sein“, sagt der Erste Stadtrat.

Das neue Ersatzteilzentrum
Der Bau des Ersatzteilzentrums auf Basis eines neuen Logistikkonzeptes wird voraussichtlich im Herbst beginnen und Ende 2013 fertiggestellt sein. Die Investitionssumme beläuft sich auf rund 35 Millionen Euro. „Diese zukunftsgerichtete Investition mit einem neuen Zentrallager und einem optimierten Ersatzteilmanagement erlaubt eine 24-Stunden- Lieferbereitschaft an 365 Tagen und ist damit eine wichtige Weichenstellung für eine noch schnellere und effizientere Ersatzteillogistik. Sie ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Zufriedenheit unserer Kunden und wird das Wachstum unseres Unternehmens nachhaltig stärken“, so Hans-Georg Frey, Vorsitzender des Vorstandes der Jungheinrich AG. Das aktuelle Jungheinrich Ersatzteil- Logistiknetzwerk basiert auf den drei Lägern in Norderstedt (seit 1984), im südbadischen Lahr (seit 2001) und in Bratislava/Slowakei (seit 2007). Deren Kapazitäten werden mit dem für 2014 prognostizierten Ersatzteilvolumen ausgeschöpft sein. Umfangreiche Voruntersuchungen haben gezeigt, dass ein den zukünftigen Anforderungen entsprechender Ausbau an den vorhandenen Standorten nicht möglich ist. So wird das bisherige Ersatzteillager und -management vom Standort Norderstedt in das neue Ersatzteilzentrum verlagert. Die Jungheinrich AG gehört zu den international führenden Unternehmen in den Bereichen Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik.