Mit dem traditionellen Neujahrsempfang am Sonntag, 11. Januar, und den ganztägigen AufTakt-Veranstaltungen ist die Stadt Kaltenkirchen gemeinsam mit vielen Beteiligten und Gästen in das neue Jahr gestartet. Über den gesamten Sonntag hinweg bot sich im Stadtgebiet ein vielfältiges Programm aus Musik, Begegnungen und besonderen Momenten.
Der Neujahrsempfang im Ratssaal des Rathauses bildete den tatsächlichen Auftakt des Tages. Gastgeber waren Bürgervorsteherin Ina Flach und Bürgermeister Stefan Bohlen, die zahlreiche Gäste aus Kaltenkirchen sowie aus den Nachbarstädten und -gemeinden begrüßten.
Durch das Programm führte erstmalig Reporterin Hannah Böhme, die mit Charme und Leichtigkeit durch den Vormittag moderierte. Das Neujahrsinterview mit Bürgermeister Bohlen ersetzte die klassische Neujahrsrede und sorgte für einen kurzweiligen, zeitgemäßen Einstieg. Man habe im vergangenen Jahr viel erreicht und sei – trotz angespannter weltpolitischer Lange – doch lokal sehr gut vorangekommen, erklärte Stefan Bohlen im Interview. Viele Themen habe man angepackt, gemeistert und jede Menge Steine ins Rollen gebracht. Er sei gerne Bürgermeister, vor allem, weil die Menschen in Kaltenkirchen so herzlich und mitreißend seien, verriet er weiter.
„Der Neujahrsempfang und der AufTakt stehen für das, was Kaltenkirchen ausmacht: Engagement, Zusammenhalt und die Freude daran, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Es ist schön zu sehen, wie viele Menschen diesen Tag genutzt haben, um zusammenzukommen, Musik zu genießen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, erklärte Bürgermeister Stefan Bohlen abschießend.
Bürgervorsteherin Ina Flach stellte den Neujahrsempfang als Ort der Begegnung und des Austauschs in den Mittelpunkt: „Der Neujahrsempfang ist ein wichtiger Moment für unsere Stadtgemeinschaft. Er bringt Menschen aus ganz unterschiedlichen Bereichen zusammen, schafft Raum für Begegnung und würdigt das ehrenamtliche Engagement, das Kaltenkirchen trägt und zusammenhält.“
Ein fester Bestandteil des Empfangs ist die Ehrung der Stadt Kaltenkirchen für besonderes ehrenamtliches Engagement. Zum 23. Mal wurde diese Auszeichnung verliehen – in diesem Jahr an Astrid Gronow vom Blasorchester Kaltenkirchen e. V., die für ihren langjährigen Einsatz gewürdigt wurde.
Für besondere Akzente sorgte der Poetry-Slam-Künstler Björn Högsdahl, der in seinem Beitrag mit viel Feingefühl und Humor gezielt auf Kaltenkirchen und Norddeutschland einging. Er fand die richtigen Worte für die Schönheit der Region, Vielfalt in jedweder Hinsicht und das hin und wieder etwas nasse Wetter – ein Beitrag, der beim Publikum sichtbar Anklang fand.
Musikalisch begleitet wurde der Empfang unter anderem vom 15-jährigen Pianisten Yannis Arendt, der an diesem Tag Geburtstag hatte und mit beeindruckendem Klavierspiel ohne Noten aus dem Gedächtnis für einen besonders stimmungsvollen Moment im Ratssaal sorgte.
Traditionell, aber erstmalig im Rahmen des Neujahrsempfangs, wurden außerdem die Sternsinger der katholischen Pfarrgemeinde Jesus Guter Hirt Bad Bramstedt – Kaltenkirchen im Rathaus empfangen. In ihren Gewändern der Heiligen Drei Könige überbrachten sie den Segen „Christus segne dieses Haus“ und hinterließen die Kreidezeichen 20C+M+B26 am Ratssaal. Die gesammelten Spenden beliefen sich auf gerundet 1.095 Euro. Das Motto der Sternsinger-Aktion 2026 lautet „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“.
Nach dem Empfang starteten ab dem Mittag die AufTakt-Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet. An zahlreichen Standorten präsentierte sich ein abwechslungsreiches musikalisches Programm: Die Jolly Jazz Fools spielten in der Stadtbücherei, das Wave Trio im Mehrgenerationenhaus, die Band Heidehase im Bürgerhaus, weitere Musikerinnen und Musiker im Jugendhaus sowie der dänische Chor Gospel Oaks in der Michaeliskirche. Auch bei Da Colin sowie bei XXXLutz und dodenhof wurde musiziert.
Ein besonderes Erlebnis boten die kostenfreien Kutschfahrten durch die Innenstadt, die bis in die Dämmerung hinein stattfanden. Zwei stattliche, schwarze Pferde zogen die Kutsche durch das verschneite Kaltenkirchen – begleitet von einem Dalmatiner auf dem Kutschbock, der für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte.
Trotz winterlicher Temperaturen von bis zu minus zehn Grad am Morgen konnten alle Programmpunkte reibungslos durchgeführt werden. Der städtische Winterdienst sorgte im Vorfeld für geräumte und gestreute Straßen und Wege.
Bürgermeister Stefan Bohlen unterstrich, dass ein solcher Tag nur durch das Zusammenspiel vieler möglich werde: Der Dank gelte allen Partnern, Sponsoren – insbesondere XXXLutz und dodenhof, Künstlerinnen und Künstlern, den helfenden Händen im Hintergrund sowie den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung, die diese Veranstaltungen vorbereitet und begleitet hätten.
Mit vielen Gesprächen, Musik an unterschiedlichen Orten und einem spürbaren Gemeinschaftsgefühl startete Kaltenkirchen so gemeinsam in das neue Jahr.
