Kaltenkirchen. Unter dem Motto Sport gegen Gewalt trafen sich knapp 400 Karateka aus 13 Bundesländern sowie eine Delegation aus Dänemark zur Ostdeutschen Meisterschaft im Shotokan Karate in Schwerin. Das hochklassig besetzte Turnier bot spannende Wettkämpfe auf hohem Niveau, wobei neben dem sportlichen Vergleich vor allem Fairness und Gemeinschaft im Mittelpunkt standen. Die Karate-Abteilung der Kaltenkirchener Turnerschaft kehrte mit einer beeindruckenden Bilanz von einer Gold-, sechs Silber- und sechs Bronzemedaillen zurück.

Den Höhepunkt aus Kaltenkirchener Sicht bildete der Sieg der Damenmannschaft im Kumite. Carolina Noack, Eleni Antochi und Yvonne Sievert-Möhle überzeugten mit starken Leistungen und sicherten sich verdient den Titel der Ostdeutschen Meisterinnen. Silbermedaillen gingen an Hussain Khaliq im Kihon-Ippon-Kumite, Ayla Sütcü in der Kata, Carolina Noack in der Kata sowie Yvonne Sievert-Möhle in der Kata Ü35. Hinzu kamen zweite Plätze für die Herrenmannschaften: In der Kata für das Team mit Levin Greve sowie Knud und Lars Möhle, im Freikampf für Levin und Lars, unterstützt von Johannes aus dem dänischen Odense. Bronze erkämpften sich Julia Kolesnikov gleich zweimal – in Kata und Kihon-Ippon-Kumite –, Carolina Noack im Shobu-Ippon-Kumite, Lars Möhle in der Kata, Yvonne Sievert-Möhle im Shobu-Ippon-Kumite sowie die Damenmannschaft im Kata.

Auch abseits der Medaillenränge wusste das Kaltenkirchener Team zu überzeugen. Hannes Petersen erreichte in der stark besetzten Kata-Konkurrenz die dritte Runde und verpasste den Einzug in die Finalkämpfe nur knapp. Kyle Konradi schied ebenfalls erst kurz vor dem Poolfinale aus und bestätigte damit seine konstante Leistungsstärke. Emma Nrecaj, Setayesh Khaliq und Finja Groß sammelten wertvolle Erfahrungen gegen hochkarätige Konkurrenz und präsentierten sich engagiert. Jochen Petersen komplettierte das gute Mannschaftsergebnis mit zwei vierten Plätzen und verfehlte das Podest jeweils nur knapp.

Neben den sportlichen Erfolgen blieb auch in diesem Jahr die besondere Atmosphäre der Ostdeutschen Meisterschaft in Erinnerung. Auf der Kampffläche wurde um jede Wertung gekämpft, außerhalb herrschten gegenseitiger Respekt, Hilfsbereitschaft und ein freundschaftliches Miteinander. Damit wurde das Motto Sport gegen Gewalt erneut eindrucksvoll mit Leben gefüllt.

Mit insgesamt 13 Medaillen und Pokalen und zahlreichen weiteren starken Leistungen blickt die Karate-Abteilung der Kaltenkirchener Turnerschaft auf einen rundum erfolgreichen Wettkampftag zurück und richtet den Blick bereits auf die kommenden Herausforderungen.