Neumünster. Mit viel Musik begegnet das Theater im Februar seinem Publikum und mit Comedy, Schauspiel, Musical und Oper bleibt die Vielfalt Programm. Erleben Sie Harmonie in Musik und Gesellschaft. Warum fühlt sich die Welt im Moment wie ein schief gestimmtes Klavier an? Matthias Ningel hat keine Antworten auf diese Frage, aber jede Menge skurrile und musikalisch brillante Einfälle. In seinem neuen Programm „Harmonie” sucht der promovierte Musiker und Kabarettist nach Ordnung im Chaos. Mit Klavier und absurden Kleininstrumenten macht er aus Wörtern Drumgrooves und aus einer Spargelschälmaschine ein Soloinstrument. So macht er sich am Samstag, den 14. Februar auf die Suche nach Wohlklang in schrägen Zeiten.
Stellen Sie sich vor, Sie sind 75, ein wortkarger Metzger und warten am Bahnsteig auf Ihren Zug. Plötzlich spüren Sie einen Kuss im Nacken. Ein Irrtum? Als Sie sich umdrehen, blicken Sie in das Gesicht einer fremden Frau. Sie ist Mitte 40, quirlig, hat eine große Klappe und eine komische Geschichte. Zwei grundverschiedene Menschen, die eine unerwartet große Anziehung spüren. Können zwei so gegensätzliche Persönlichkeiten ein gemeinsames Ganzes bilden? Oder entzieht sich ihre Verbindung jeder Berechnung? Mit „Heisenberg“ bringt das Theater Poetenpack am Mittwoch, den 18. Februar, ein intensives Zwei-Personen-Stück des britischen Erfolgsdramatikers Simon Stephens auf die Bühne.
Der Gymnasiallehrer Gollwitz hat ein dunkles Geheimnis – und das hat nichts mit Mathematik zu tun. Als Student schrieb er das gewaltige Römerdrama „Der Raub der Sabinerinnen”. Eine peinliche Jugendsünde, die besser in der Schublade geblieben wäre. Doch wie es sich für eine anständige Komödie gehört, läuft alles völlig aus dem Ruder. Es ist eine irrwitzige Liebeserklärung an das Theater mit allem, was dazugehört: Chaos, Drama und die unerschütterliche Hoffnung, dass sich am Ende doch noch alles zum Guten wendet. Diese Komödie kommt am Samstag, den 21. Februar, auf die Bühne – ob der Professor will oder nicht
Die Musikschule Neumünster präsentiert am Sonntag, den 22. Februar, eine außergewöhnliche Produktion der Oper „Wilhelm Tell“ von Gioachino Rossini. Die Produktion ist ein Zeichen für gelebte Integration und die Kraft des gemeinschaftlichen Musizierens. Sie steht für die Kraft, herausfordernden Lebenswegen mit Begeisterung zu begegnen und gemeinsam ein Kunstwerk zu erschaffen, das berührt und verbindet. Das Publikum darf einen Abend voller Leidenschaft und ein Ensemble, das mit Authentizität und Herz auftritt, erleben. Eine inspirierende Einladung an alle: Kommt und erlebt Oper neu.
„Der Friederich, der Friederich, der war ein arger Wüterich …“ – für Generationen brannten sich diese Verse und die düsteren Zeichnungen des Struwwelpeter in Kinderköpfe ein. Die britische Kultband The Tiger Lillies hat sich diese schaurige Märchenwelt musikalisch angeeignet. Mit ihrem düster-verspielten Sound irgendwo zwischen Tom Waits und Jahrmarkt-Melancholie, haben sie gemeinsam mit den Autoren Julian Crouch und Phelim McDermott eine grotesk-anarchische Bühnenshow geschaffen. Hier trifft Moritat auf Puppentheater, schwarzer Humor auf Albtraumvision – ein Spektakel, das gruselt und fasziniert. Seit seiner Premiere in London sorgt das Musical oder besser die Junk Opera „Shockheaded Peter“ weltweit für ausverkaufte Säle. Das Landestheater Detmold macht damit am Donnerstag, den 26. Februar, in Neumünster Halt und verwandelt unser Struwwelpeter-Trauma in einen großen Theaterspaß für alle Freunde des schwarzen Humors ab 14 Jahren.
Ihre große Karriere liegt hinter ihr und ihre Gesangstimme ist verstummt, doch ihr Perfektionsanspruch bleibt bestehen. Die Callas formt ihre Schülerinnen und Schüler mit harter Hand – und hinterlässt ihre Spuren. „Meisterklasse“ heißt das Schauspiel mit Gesang über einen Menschen, der das gelebt hat, wovon viele träumen: eine unerschütterliche Leidenschaft, ein klares Ziel, ein Leben ohne Plan B. Die Schauspielerin Andrea Eckert brilliert als ungnädige Diva in einer Inszenierung des Wiener Volkstheaters. Nach über 200 Vorstellungen kommt das Schauspiel mit Gesang am Freitag, den 27. Februar, erstmals nach Neumünster.
