Neumünster. Der Tierpark Neumünster steht vor einem grundlegenden Wandel – organisatorisch wie inhaltlich. Künftig soll die Stadt Neumünster die Verantwortung für die Einrichtung übernehmen. Die Verwaltung will der Ratsversammlung die Gründung einer gemeinnützigen GmbH vorschlagen, deren alleinige Gesellschafterin die Stadt wird.

Hintergrund sind seit Jahren anhaltende finanzielle Probleme. Weniger Besucher stehen wachsenden Ausgaben gegenüber, vor allem für Personal, Futter und Energie. Mehrfach musste die Stadt bereits mit Zuschüssen einspringen. Ein Gutachten kommt nun zu dem Ergebnis, dass die bisherige Trägerin, die Tierparkvereinigung Neumünster e.V., den Betrieb langfristig nicht mehr allein stemmen kann.

„Ein e.V. mit ehrenamtlichen Mitgliedern kann keinen Tierpark mehr führen, der ein mittelständisches Unternehmen ist“, sagte Oberbürgermeister Bergmann. Mit der gGmbH solle der Tierpark auf eine stabile Grundlage gestellt und weitergeführt werden.

Ganz aus dem Spiel ist der Verein damit nicht: Die Tierparkvereinigung wird zum Förderverein und will den Park weiterhin unterstützen – auch gemeinsam mit der regionalen Wirtschaft. 

Auch das Konzept des Parks ändert sich. Innerhalb der kommenden fünf Jahre soll ein Waldtierpark mit heimischen Wildtieren entstehen. Für exotische Arten wie Eisbären ist dort kein Platz mehr vorgesehen. Für Eisbär Vitus, einen der bekanntesten Bewohner des Parks, wird deshalb ein neues Zuhause in einem anderen Zoo gesucht.