Norderstedt. Die Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtpark Norderstedt GmbH, Petra Müller-Schönemann, übt deutliche Kritik an den geplanten Einsparungen der Stadtverwaltung bei der Parkpflege. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr hatte den Vorschlag gegen die Stimmen der CDU beschlossen.
Konkret soll der Zuschuss für Betrieb und Pflege des Stadtparks von bisher 604.000 Euro auf 334.000 Euro sinken. Damit würde die finanzielle Unterstützung nahezu halbiert. Für Müller-Schönemann ist dieser Beschluss realitätsfern: „Eine Kürzung in dieser Größenordnung ist schlicht nicht umsetzbar. Wer glaubt, ein Park dieser Größe und Bedeutung lasse sich mit einem Bruchteil des bisherigen Budgets betreiben, ignoriert Fakten und Verantwortung.“
Die Vorsitzende erinnert daran, dass in den Stadtpark seit der Landesgartenschau 2011 rund 12,5 Millionen Euro investiert wurden. Zuständig sei die GmbH nicht nur für die Nutzung, sondern auch für den langfristigen Werterhalt. „Wir reden hier nicht über Luxuspflege, sondern über grundsätzliche Instandhaltung. Wenn jetzt radikal gekürzt wird, nimmt man bewusst Schäden, Qualitätsverluste und langfristig höhere Folgekosten in Kauf.“
Sie fordert eine ehrliche politische Diskussion darüber, welche Qualität der Stadtpark künftig haben soll – und wie diese verlässlich finanziert werden kann.
„Wenn wir jetzt ohne Konzept und ohne langfristige Verantwortung sparen, riskieren wir, einen über Jahre aufgebauten städtischen Mehrwert zu beschädigen. Wer diesen Beschluss trägt, muss sich fragen lassen: Was soll der Stadtpark künftig sein – ein gepflegtes öffentliches Aushängeschild oder eine vernachlässigte Restfläche?“
