Norderstedt. Die Junge Union Norderstedt übt scharfe Kritik am Umgang der Stadt mit dem Edmund-Plambeck-Stadion. In einem offenen Leserbrief moniert der Nachwuchsverband der CDU, dass seit zwei Jahren 2263 Stehplätze gesperrt sind, ohne dass bauliche Fortschritte erkennbar wären. Besonders der verpasste DFB-Pokal-Auftritt im eigenen Stadion gegen den FC St. Pauli zeige die Problematik auf. Die Junge Union fordert mehr Transparenz von der Stadtspitze und wirft der Kommunalpolitik mangelnde Wertschätzung gegenüber den Eintracht-Fans vor: 

Der offene Brief im Wortlaut: "Seit rund zwei Jahren sind die 2263 Stehplätze aufgrund baulicher Maßnahmen im Edmund-Plambeck-Stadion nun schon gesperrt. Doch von einer Erneuerung – also baulichen Maßnahmen - ist keine Spur zu sehen.  

Besonders deutlich wurde das beim jüngsten DFB-Pokalspiel: Weil die Stehplätze im Edmund-Plambeck-Stadion weiterhin gesperrt sind, konnten die DFB-Regularien für eine Austragung nicht erfüllt werden. Eintracht Norderstedt musste daher ins Millerntorstadion ausweichen – ausgerechnet zum Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli. Ein echtes Fußballfest in Norderstedt wurde damit verhindert, nur weil die eigene Infrastruktur nicht auf dem nötigen Stand ist. 
 
Dazu kommt, dass den Fans des FC Eintracht Norderstedt seitens der Stadt Norderstedt nur belanglose Informationen mitgeteilt werden, die über einen Plan und eine eventuelle Fertigstellung der Erneuerung nichts aussagen.  

Und das, obwohl das Zeichen der Politik ist: „Ja, wir sind eine Stadt, die den Sport fördert. Und ja, die Stehplätze sollen erneuert werden.“ Sonst hätte die Kommunalpolitik wohl nicht schon 2024 205.000 Euro gebilligt.  

Doch der Zustand des Edmund-Plambeck-Stadions, dessen Eigentümer die Stadt Norderstedt ist, steht sinnbildlich auch für anderes städtisches Eigentum: marode und renovierungsbedürftig. 
Die Junge Union Norderstedt fordert, dass die Stadt Norderstedt den aktuellen Planungsstand mitteilt sowie den Fans des FC Eintracht Norderstedt Gründe nennt, warum die Planung und Umsetzung so lange dauert. Kurz gesagt: Es muss mehr kommuniziert werden und es müssen Fragen beantwortet werden. 

Oder ist es einfach nur Überforderung, weil nach und nach weitere städtische Gebäude zugrunde gehen (Stichwort: Festsaal am Falkenberg)? 
Eine Frage ist zumindest schon beantwortet: An dem politischen Willen scheitert es nicht und den Fans des FC Eintracht Norderstedt wird jedenfalls keine Wertschätzung entgegengebracht."