Norderstedt (em) „Es ist ganz normal, dass man sich nach der Premiere einer neuen Veranstaltung zu einer Manöverkritik zusammensetzt und alle Facetten beleuchtet“, sagte der Norderstedter Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote. Der Verwaltungschef ging damit auf kritische Stimmen zum Thema Opernball ein, die sich vor allem mit der Finanzierung des Balls beschäftigt hatten. Es habe sich aber nach Auswertung aller Zahlen gezeigt, dass der erste Opernball in der TriBühne durchaus wirtschaftlich erfolgreich gewesen sei.
Wie Rajas Thiele, Geschäftsführer der Mehrzwecksäle Norderstedt GmbH, berichtete, blieb dank „ausverkauftem Haus“ und Werbeeinnahmen unter dem Strich ein Gewinn von mehr als 12.000 Euro. „Selbst bei der Gegenüberstellung zu einer anderweitigen Vermietung auf Basis einer sogenannten Vollkostenrechnung, kommen wir beim Opernball auf ein Plus von rund 1.500 Euro“, so Thiele. Die Zahlen wird der Geschäftsführer auch dem Aufsichtsrat der städtischen Gesellschaft vorlegen.
Geht es nach einem Großteil der Besucher der Premierenveranstaltung, so wird auch im kommenden Jahr in Norderstedt ein Opernball gefeiert. Laut Rajas Thiele hatten viele der 380 Premierengäste noch am Veranstaltungsabend ihr Interesse bekundet, in Zukunft wieder zum Opernball nach Norderstedt zu kommen.
Nach den Worten von Oberbürgermeister Grote ist es eine der Aufgaben der Mehrzwecksäle Norderstedt GmbH, neue Veranstaltungsformate zu entwickeln und auszuprobieren, um Einnahmen zu generieren. Dabei werde stets ein Finanzplan aufgestellt, der mindestens von einer kostendeckenden Veranstaltung ausgehe. Fest stehe: In Zukunft sollen städtische Gesellschaften und Institutionen den Opernball nicht mehr zu Werbezwecken finanziell unterstützen. „Langfristig ist es unser Wunsch, dass sich ein Verein der Opernfreunde gründet, der den Opernball in seine Regie nimmt“, so MeNo-Geschäftsführer Thiele.