Itzehoe (ots) In den frühen Morgenstunden des 10. Februar 2026 hat das Hauptzollamt Itzehoe in einem umfangreich geführten Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Kiel gegen einen irakischen Unternehmer mehrere Objekte in Schleswig-Holstein durchsucht. Dem Mann wird vorgeworfen, einen Sozialversicherungsschaden von mehr als 1,5 Millionen Euro verursacht zu haben. Rund 74 Einsatzkräfte des Zolls und der Staatsanwaltschaft Kiel haben sich bundesweit in Norderstedt, Bad Bramstedt, Kaltenkirchen, Pinneberg, Lübeck, Hamburg und Essen an dem erfolgreichen Einsatz beteiligt.
Das Amtsgericht Kiel hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen den Unternehmer wegen des Verdachtes des Vorenthaltens und Veruntreuens von Sozialversicherungsbeiträgen, sowie der gewerbsmäßigen Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt, Haftbefehl erlassen. Zudem wurden acht Durchsuchungsbeschlüsse und vier Arrestbeschlüsse vollstreckt.
Der irakische Staatsbürger hat als Inhaber mehrerer Betriebe bundesweit Hotelreinigungen durchgeführt, das dabei eingesetzte Personal hat er nicht zur Sozialversicherung gemeldet und damit einen Schaden von mehr als 1,5 Mio. EUR verursacht. Ein Teil der Arbeitnehmer verfügte zudem nicht über den zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit erforderlichen Aufenthaltstitel. Zur Sicherung der geschuldeten Sozialversicherungsabgaben wurden Vermögensarreste in Höhe von 1,5 Mio. Euro erlassen und vollstreckt. Der Beschuldigte wurde festgenommen und befindet sich nach Haftvorführung in Untersuchungshaft.
