Norderstedt. Im Zentrum des Varroaresistenzprojektes steht eine Honigbiene, die aufgrund ihrer genetischen Eigenschaften aktiv die Reproduktion der Varroamilbe unterdrücken kann. Im Fokus stehen dabei keine kurzfristigen Bekämpfungsmaßnahmen, sondern langfristig wirksame, erbliche Merkmale wie Varroa Sensitive Hygiene (VSH), Brutunterbrechungsmechanismen sowie ein ausgeprägtes Hygieneverhalten gegenüber Anomalien in der Bienenbrut. Ziel ist eine Biene, die aus sich selbst heraus in der Lage ist, sich gegen die Varroamilbe und möglicherweise auch gegen weitere sich zukünftig ausbreitende parasitäre Belastungen wie die Tropilaelaps-Milbe zu behaupten. 

Innerhalb der übergreifenden Bewegung Varroaresistenz 2033 arbeiten zahlreiche Landesverbände, Züchtergruppen und Forschungspartner koordiniert daran, diese Eigenschaften systematisch zu erfassen, wissenschaftlich zu bewerten und züchterisch zu festigen. Prägend ist dabei die Zusammenarbeit über regionale, organisatorische und ideologische Grenzen hinweg. 

Regionale Belegstellen wie die Anpaarungszone Glashütte im Segeberger Forst sind Bestandteil dieses Gesamtkonzepts. Sie fungieren als funktionale Bausteine und Multiplikatoren, um gezielt selektierte Genetik kontrolliert zu vermehren und in die Breite der Imkerschaft zu tragen. Auf diese Weise entsteht über mehrere Jahre intensiver Zuchtarbeit eine belastbare genetische Grundlage für eine zukunftsfähige und widerstandsfähige Honigbiene – als gemeinschaftliche Antwort auf eine der größten Herausforderungen der modernen Imkerei. 

Die Angebote stehen allen interessierten Imkern offen und sind bewusst niedrigschwellig gestaltet, um eine breite Beteiligung zu ermöglichen. Wöchentliche Beschickungstermine zwischen dem 23.05. – 11.07.2026 bieten die Gelegenheit, sich aktiv an der Zucht widerstandsfähiger, regionaler Bienen zu beteiligen. 

Anmeldungen für die Termine in Glashütte sind online über die Webseite der Belegstelle möglich (belegstelle-glashuette.de)."