Norderstedt (em) Beamte des Polizei-Autobahnreviers Neumünster nahmen am frühen Samstagmorgen, 14. Juli, auf der A7 einen nicht alltäglichen Sachverhalt auf. Der Vorwurf: Straßenverkehrsgefährdung, Unfallflucht, Diebstahl. Es begab sich kurz vor 4 Uhr, als der 44-jährige Fahrer eines Lkw mit Anhänger in Höhe Norderstedt mit Fahrtrichtung Norden einen Sattelzug überholen wollte.
Dieser Überholvorgang dauerte einem nachfolgenden Autofahrer offensichtlich zu lange, sodass dieser mehrfach die Lichthupe betätigte und den Lkw-Fahrer bedrängte. Schließlich entschloss sich der 44-Jährige, den Überholvorgang abzubrechen und wieder nach rechts einzuscheren. Nun setzte sich der Fahrer des silberfarbenen Peugeot vor den Lastzug, schnitt diesen und bremste stark ab, woraufhin es zu einem Auffahrunfall kam. Beide Beteiligten hielten auf dem Standstreifen an und es kam zu wüsten Beschimpfungen der Peugeot-Insassen in gebrochenem Englisch. Der Lkw-Fahrer entfernte sich kurz, um den genauen Standort (Kilometerangabe am Straßenrand) abzulesen und die Polizei zu rufen.
Die Abwesenheit nutzten die Insassen des Peugeot, um in das Führerhaus einzudringen, die Fahrerkabine zu verschließen und das Kennzeichen des Lkw abzuschrauben. Daraufhin entfernten sie sich. Eine Fahndung nach dem Peugeot mit dem dänischen Kennzeichen und dem Heckschaden verlief bislang ohne Erfolg. Ein Servicedienst bohrte das Schloss des Führerhauses auf, damit der 44-Jährige seinen Weg entnervt und mit rund 1000 Euro Schaden fortsetzen konnte.
Originaltext: Polizeidirektion Bad Segeberg
