Quickborn. Mit dem geplanten Komplettausbau der Eichendorffstraße Nord im Abschnitt zwischen Kleiststraße und Schillerstraße wird ein weiterer zentraler Straßenzug im Dichterviertel grundlegend erneuert. Die Maßnahme ist Teil der bestehenden Prioritätenliste zur Grunderneuerung stark sanierungsbedürftiger Straßen und Leitungen und soll schon im 2. Quartal 2026 beginnen. Am 16. Februar 2026 hat die Bauanlaufbesprechung stattgefunden.
Der bauliche Zustand der Eichendorffstraße ist insgesamt als sehr marode zu bewerten. Die Fahrbahn weist erhebliche Unebenheiten, Risse und Schlaglöcher auf. Eine Anfang 2025 durchgeführte Kamerabefahrung der Schmutz- und Regenwasserkanäle hat zudem starke Schäden an beiden Kanälen bestätigt. Vor diesem Hintergrund ist eine umfassende Sanierung zwingend erforderlich. Neben dem Vollausbau der Straße werden auch die Schmutz- und Regenwasserkanäle sowie die Versorgungsleitungen erneuert.
Gemäß dem städtebaulichen Gestaltungskonzept wird die Eichendorffstraße Nord künftig als Mischverkehrsfläche ausgebaut. Die Fahrbahn erhält eine Pflasteroberfläche, die sowohl funktionalen als auch gestalterischen Anforderungen gerecht wird. Die Maßnahme erfolgt vollständig im Bestand; neue Flächen werden nicht zusätzlich versiegelt. Gleichzeitig wird die Schmutz- und Regenwasserinfrastruktur verbessert, um den Schutz des Grundwassers nachhaltig zu gewährleisten.
Parallel zu den Arbeiten im Straßen- und Kanalbau erneuern die Stadtwerke Quickborn die Versorgungsleitungen für Gas, Wasser, Strom sowie Telekommunikation. Durch die Bündelung aller erforderlichen Arbeiten in einem Bauabschnitt wird vermieden, dass neu ausgebaute Straßen später erneut geöffnet werden müssen.
Kosten und geplanter Wegfall der Straßenausbaubeiträge
Für die Planung der Maßnahme standen im Haushaltsjahr 2025 Mittel in Höhe von 202.000 Euro zur Verfügung. Die erforderlichen Baukosten sind in der Haushaltsplanung 2026 mit einem Ansatz von rund 1,2 Millionen Euro berücksichtigt.
Ein wichtiger Punkt für die Anliegerinnen und Anlieger ist das Thema Straßenausbaubeiträge. Bürgermeister Thomas Beckmann erklärt dazu: „Wir investieren derzeit erheblich in unsere Infrastruktur. Mir ist dabei besonders wichtig, dass diese dringend notwendigen Maßnahmen nicht zu einer zusätzlichen finanziellen Belastung für die Bürgerinnen und Bürger führen.“
Die sogenannten Straßenausbaubeiträge sollen nach einem Grundsatzbeschluss der Quickborner Ratsversammlung zum 1. Januar 2027 vollständig entfallen. Voraussetzung hierfür ist noch ein entsprechender Satzungsbeschluss der Ratsversammlung. Ausschlaggebend für die Frage, ob Beiträge erhoben werden, ist das Datum der Abnahme einer Straßenausbaumaßnahme. Die Fertigstellung der Eichendorffstraße ist für Anfang bis Mitte 2027 geplant. Für die Maßnahme würden somit keine Beiträge mehr anfallen.
Über den Ablauf und die Inhalte der Maßnahme hat die Stadt Quickborn die betroffenen Eigentümerinnen, Eigentümer sowie Anliegerinnen und Anlieger im Rahmen einer Informationsveranstaltung am 11. Dezember 2025 informiert. Neben Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung haben auch die Stadtwerke Quickborn sowie das beauftragte Ingenieurbüro an dem Termin teilgenommen.
