Bad Bramstedt. Klimaschutz ist kein abstraktes Zukunftsthema, sondern eine konkrete Gestaltungsaufgabe vor Ort. Mit einem umfangreichen Maßnahmen- und Veranstaltungsprogramm setzt die Stadt Bad Bramstedt im Jahr 2026 ein deutliches Zeichen für Information, Transparenz und Mitwirkung. Verantwortlich für die inhaltliche Konzeption und Umsetzung ist Klimaschutzmanagerin Doreen Müller, die das Thema bewusst aus der fachlichen Nische in den Alltag der Bürgerinnen und Bürger holt.

Ein zentraler Baustein ist die kommunale Wärmeplanung, mit der Bad Bramstedt den Weg hin zu einer langfristig sicheren, bezahlbaren und klimafreundlichen Wärmeversorgung einschlägt. Die Stadt lädt dazu am 25. Februar 2026 zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung in den Schlosssaal ein. OCF Consulting stellt die bisherigen Zwischenergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse sowie das weitere Vorgehen im Planungsprozess vor. Ergänzt wird der Abend durch einen fachlichen Impuls von Dr.-Ing. Manuel Gottschick (OCF Consulting GmbH) unter dem Titel „Mein Gebäude wird wärmefit“, der praxisnah erläutert, welche Handlungsmöglichkeiten sich für Eigentümerinnen, Eigentümer und Mieterinnen und Mieter ergeben.

„Die Wärmeplanung betrifft am Ende jedes Haus und jede Wohnung. Mir ist wichtig, dass wir nicht nur Konzepte vorstellen, sondern verständlich erklären, was sie für den Einzelnen bedeuten“, sagt Klimaschutzmanagerin Doreen Müller. „Klimaschutz gelingt nur, wenn Wissen geteilt wird und Menschen sich ernsthaft einbezogen fühlen.“

Bürgermeister Felix Carl unterstreicht die Bedeutung dieses Ansatzes: „Mit der kommunalen Wärmeplanung schaffen wir eine belastbare Grundlage für zukünftige Investitionen – für die Stadt, für Unternehmen und für private Haushalte. Dass dieser Prozess transparent und dialogorientiert gestaltet wird, ist ein großer Gewinn für Bad Bramstedt.“

Über die Wärmeplanung hinaus setzt die Stadt 2026 auf eine thematische Veranstaltungsreihe, die Klimaschutz aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. In Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein finden im Schlosssaal vier Vorträge statt, die aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Alltagsfragen verbinden. Den Auftakt macht am 3. März 2026 der Vortrag „Hothouse Earth stoppen“, gefolgt von einer Veranstaltung zum Zusammenhang von Klimawandel und Wasserverbrauch am 18. Juni. Am 27. August steht mit „Klimaschutz schmeckt“ die klimagesunde Ernährung im Alltag im Fokus, bevor am 5. November die Frage nach der richtigen Heizung für das eigene Haus aufgegriffen wird.

Ein besonderer Höhepunkt des Jahres ist der für September geplante Klima-Tag. Dieses neue Veranstaltungsformat soll Klimaschutz mitten in der Stadt erlebbar machen – mit Mitmachaktionen, Informationen, praktischen Beispielen und niedrigschwelligen Angeboten für alle Altersgruppen. Ziel ist es, nicht nur zu informieren, sondern zum Ausprobieren, Nachfragen und Mitdenken einzuladen.

„Der Klima-Tag soll zeigen, dass Klimaschutz nichts Abstraktes ist, sondern viele kleine, machbare Schritte umfasst“, erklärt Doreen Müller. „Ob Energie, Bepflanzung oder Konsum – es geht darum, Zusammenhänge zu verstehen und eigene Handlungsspielräume zu entdecken.“

Für Carl ist das Klimajahr 2026 Ausdruck einer klaren Haltung: „Bad Bramstedt nimmt Klimaschutz ernst – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Angeboten, die Wissen vermitteln und Beteiligung ermöglichen. Das Engagement unserer Klimaschutzmanagerin zeigt, wie kommunaler Klimaschutz konkret und bürgernah umgesetzt werden kann.“

Alle Veranstaltungen sind öffentlich, der Eintritt ist frei. Für einzelne Termine wird aus organisatorischen Gründen um Anmeldung gebeten. Weitere Informationen sind über das Klimaschutzmanagement der Stadt Bad Bramstedt erhältlich.