Bad Bramstedt.Der Bauhof der Stadt Bad Bramstedt baut sein Engagement im Bereich Inklusion weiter aus und schafft gemeinsam mit regionalen Partnern konkrete Perspektiven für Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Gemeinsam mit der KiWeBU wurde nun ein weiteres Inklusionsprojekt gestartet.

Seit April absolviert der 27-jährige Bad Bramstedter Niklas Looft ein Praktikum beim städtischen Bauhof. Nach einem erfolgreichen Einstieg soll nun der nächste Schritt folgen: ein dreimonatiges Praktikum mit dem Ziel, einen ausgelagerten Arbeitsplatz zu schaffen. Dabei bleibt die KiWeBU Arbeitgeberin, während Niklas über einen längeren Zeitraum im Team des Bauhofes tätig ist.

Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem das Wässern von Bäumen, die Unterstützung der Elektriker, Beetpflege sowie Rasenmäharbeiten.

Bauhofleiter Tim Britten treibt das Thema Inklusion seit Jahren mit großem persönlichem Engagement voran. Durch seine langjährige Erfahrung in der Inklusionsarbeit sowie pädagogische Zusatzausbildungen hat er die entsprechenden Strukturen am Bauhof aufgebaut und weiterentwickelt. Bereits in der Vergangenheit gab es dabei Kooperationen mit den Segeberger Wohn- und Werkstätten sowie den Norderstedter Werkstätten.

"Inklusion funktioniert nicht durch schöne Worte, sondern durch echte Chancen im Alltag. Unser Bauhof ist ein Ort, an dem Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten gemeinsam arbeiten und voneinander lernen können", sagt Tim Britten. "Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Motivation und Verlässlichkeit Niklas seine Aufgaben übernimmt."

Auch Jonas Hövermann von der KiWeBU hebt die Zusammenarbeit hervor: "Der Bauhof der Stadt Bad Bramstedt zeigt beispielhaft, wie Inklusion auf dem ersten Arbeitsmarkt gelingen kann. Entscheidend ist, dass Menschen gesehen werden – mit ihren Fähigkeiten und nicht mit ihren Einschränkungen."

Niklas Looft selbst fühlt sich im Team des Bauhofes gut aufgenommen: "Mir macht die Arbeit draußen viel Spaß. Ich freue mich, dass ich so viele verschiedene Aufgaben machen kann und alle freundlich zu mir sind."

Die Stadt Bad Bramstedt sieht in dem Projekt einen wichtigen Beitrag für mehr gesellschaftliche Teilhabe und ein starkes Signal für gelebte Inklusion vor Ort.