Bad Bramstedt/Hamburg. Die Kirchengemeinde und die Stadt Bad Bramstedt trauern um eine 18-jährige Bürgerin, die am vergangenen Donnerstag an der Hamburger U-Bahn-Station „Wandsbek Markt" ums Leben kam. Ein 25-jähriger Mann hatte die junge Frau vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen und sich dabei selbst getötet.

Die Verstorbene Asal Z. war Mitglied der katholischen Kirche in Bad Bramstedt. Sie war mit ihrer Familie als Flüchtling aus dem Iran nach Schleswig-Holstein gekommen und hatte sich gemeinsam mit ihrer Mutter taufen lassen und war in der Gemeinde aktiv.

Während der Sonntagsmessen in Bad Bramstedt und Kaltenkirchen, die Dompropst Berthold Bonekamp hielt, zeigte sich die Kirchengemeinde tief erschüttert. Es wurde für die Familie der Verstorbenen gebetet. Die Gemeinden in Bad Bramstedt, Kaltenkirchen und am Hauptsitz in Neumünster stehen unter dem Eindruck des tragischen Verlusts.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei kannten sich die 18-Jährige iranischer Staatsangehörigkeit und der aus dem Südsudan stammende 25-Jährige nicht. Die Mordkommission geht von einem Tötungsdelikt aus und ermittelt in alle Richtungen und wertet derzeit Videoaufnahmen aus und befragt Zeugen. Der Täter war nach Angaben der Staatsanwaltschaft bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten.