Bad Segeberg (em) Luftrezepte, erfundene Behandlungen, manipulierte Rechnungen: Die AOK NordWest setzt den Kampf gegen Abrechnungsbetrug im Gesundheitswesen auch im Kreis Segeberg konsequent fort.
„Die meisten Leistungserbringer bei uns in der Region rechnen korrekt ab. Aber schon einige wenige schwarze Schafe können ein schlechtes Licht auf den gesamten Leistungsbereich werfen“, sagt AOK-Regionaldirektor Gunar Schlage.
Seit rund zwölf Jahren geht die AOK landesweit mit einer eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe Hinweisen auf Fehlverhalten von Leistungserbringern im Gesundheitswesen nach. Allein in den vergangenen zwei Jahren gingen insgesamt 488 neue Hinweise ein. Dabei wurden Fälle aus allen Bereichen des Gesundheitswesens verfolgt. Dabei arbeiten die AOK-Ermittler eng mit anderen Krankenkassen sowie der Kriminalpolizei und den Staatsanwaltschaften zusammen.
„Bestätigt sich der Verdacht der Abrechnungsmanipulation, schalten wir die Staatsanwaltschaft ein und fordern die finanzielle Wiedergutmachung des Schadens ein. „Manipulationen im Gesundheitswesen sind keine Kavaliersdelikte. Gegen die wenigen Betrüger muss konsequent und mit aller Härte des Gesetzes vorgegangen werden. Denn hier werden Gelder der Versichertengemeinschaft veruntreut“, sagt Schlage. Hinweise auf mögliches Fehlverhalten oder Abrechnungsbetrug im Kreis Segeberg nimmt jedes AOK-Kundencenter vor Ort entgegen.
Foto: Regionaldirektor Gunar Schlage der AOK NordWest