Bad Segeberg. Am Mittwoch, den 14. Januar, hat der Innen- und Rechtsausschuss des Landtages auf Antrag der SPD-Landtagsfraktion über die aktuelle Lage zum Weiterbetrieb der Landesunterkünfte in Bad Segeberg und Boostedt beraten. Dazu erklären der Fraktionsvorsitzende der SPD in der Stadt Bad Segeberg Alexander Wagner und der SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende Dirk Wehrmann:
"Ich bin froh, dass die SPD im Landtag die Lage in Bad Segeberg und Boostedt aufgegriffen hat. Nachdem wir durch die Verwaltungsvereinbarung zwischen Stadt und Land eigentlich in ruhiges Fahrwasser kommen wollten, herrscht jetzt wieder Unsicherheit für den Betrieb der Landesunterkünfte. Das hat das Land mit dem viel zu späten und vermutlich fehlerhaften Vergabeverfahren selbst verschuldet. Das Verfahren wurde viel zu spät auf den Weg gebracht und sollte jetzt 'schnell-schnell' durchgezogen werden. Das rächt sich jetzt", erklärt Alexander Wagner.
"Das DRK leistet in Boostedt und Bad Segeberg herausragende Arbeit. Umso mehr ist es ein Unding, wie das Land mit seiner Hinhaltetaktik mit den Mitarbeitenden und letztlich den untergebrachten Personen umgeht. Zu einer humanen Geflüchtetenpolitik gehört auch, für gute Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu sorgen. Wer betriebsbedingt gekündigt wurde und sich jetzt von Monat zu Monat hangelt und nicht weiß, wie die eigene Zukunft aussieht, weil das Land nicht aus dem Knick kommt, kann nicht mit klarem Kopf seinem Job nachgehen. Das ist empathielos und gefährdet den Erfolg unserer Integrationsbemühungen", so Dirk Wehrmann.
"Ich erwarte von der Landesregierung und einer Sozialministerin Touré, die sich die Integration auf die Fahnen geschrieben hat, dass klare Verhältnisse geschaffen werden. Die Mitarbeitenden des DRK brauchen eine Perspektive, keine Hängepartie. Sich hinter den Formalien des Vergabeverfahrens zu verstecken, ist zu billig. Wenn man wirklich will, geht es auch anders", erklärt Wagner abschließend.
