Stadtmagazin
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Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow

Polizeieinsatz, Notwehr und Irrtum: Warum ein Freispruch nach tödlichen Schüssen möglich sein kann

Wenn bei einem Polizeieinsatz ein Mensch stirbt, ist die öffentliche Reaktion häufig eindeutig: Viele erwarten eine strafrechtliche Verurteilung. Juristisch ist die Lage aber oft komplizierter. Strafgerichte müssen nicht nur den tragischen Ausgang bewerten, sondern die konkrete Situation, die Wahrnehmung der Beteiligten und die Frage, ob ein Verhalten gerechtfertigt oder entschuldigt war. Der Bundesgerichtshof hat am 30. Juni 2026 mitgeteilt, dass die Freisprüche mehrerer Polizeibeamter nach tödlichen Schüssen auf einen Jugendlichen in Dortmund rechtskräftig sind. Der zugrunde liegende Beschluss datiert vom 1. Juni 2026. Die Revisionen der Staatsanwaltschaft und zweier Nebenkläger hatten keinen Erfolg. (Quelle: BGH, Beschluss vom 01.06.2026, Az. 4 StR 638/25; Pressemitteilung Nr. 119/2026 vom 30.06.2026.) Worum ging es? Nach den Feststellungen des Landgerichts Dortmund waren Polizeibeamte am 8. August 2022 zu einem Einsatz gerufen worden. Der Jugendliche war ps
09.07.2026
Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow

Behandlung am Lebensende: BGH hebt Totschlagsurteil gegen Kardiologen teilweise auf

Bad Segeberg. Entscheidungen am Lebensende gehören zu den schwierigsten Situationen in Medizin, Familie und Recht. Angehörige hoffen auf Hilfe, Ärzte müssen unter großem Druck handeln, Patienten können sich häufig nicht mehr selbst äußern. Wenn dann der Vorwurf entsteht, eine medizinische Maßnahme habe den Tod nicht nur begleitet, sondern gezielt herbeigeführt, wird aus einer menschlich belastenden Situation schnell ein strafrechtlicher Fall. Der Bundesgerichtshof hat am 12. Juni 2026 über ein Verfahren gegen einen Kardiologen der Berliner Charité entschieden. Das Landgericht Berlin I hatte den Arzt wegen Totschlags in zwei Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Der BGH hat das Urteil auf die Revision der Staatsanwaltschaft weitgehend aufgehoben. Die Revision des Angeklagten blieb dagegen ohne Erfolg. Der Fall zeigt, wie genau Strafgerichte prüfen müssen, wo palliative Behandlung endet und strafbare Tötung beginnt. Worum ging e
16.06.2026
Gedenkaktion in Bad Segeberg

Zu Gedenken an Friedrich Maßling & der Opfer rechter Gewalt

03.04.2026
Rickling

93-Jähriger aus Rickling nach Messerangriff gestorben

In der Gemeinde Rickling im Kreis Segeberg ist ein 93-jähriger Mann verstorben, der Anfang November Opfer eines Messerangriffs geworden war. Der Senior starb in der Nacht zum Freitag, den 14. November. Die Ermittlungsbehörden prüfen derzeit, ob ein direkter Zusammenhang zwischen der Attacke und dem Todesfall besteht. Der Vorfall ereignete sich am Nachmittag des 3. November. Nach Angaben des SHZ soll ein 69-Jähriger mehrmals mit einem Messer auf den deutlich älteren Mann eingestochen haben. Wo genau die Tat stattfand, konnte die Polizei bislang nicht klären. Das Opfer wurde mit mehreren Stichverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die behandelnden Mediziner verständigten daraufhin die Polizei. Die Verletzungen galten zunächst nicht als lebensbedrohlich, sodass der 93-Jährige nach einiger Zeit aus der Klinik entlassen werden konnte. Der Tatverdächtige befand sich laut SHZ-Informationen zum Zeitpunkt der Tat in psychiatrischer Behandlung beim Landesverein für In
17.11.2025
Senioren-Union Kreisverband Segeberg

"Höchstwahlalter" Schlag ins Gesicht der älteren Generation

Bad Segeberg. Mit scharfer Kritik reagiert die Senioren-Union Segeberg auf die jüngsten Aussagen des Ökonomen Prof. Marcel Fratzscher, der in einem Podcast die Einführung eines „Höchstwahlalters“ von 70 Jahren ins Spiel brachte. Fratzscher hatte erklärt, wenn junge Menschen in den ersten 18 Jahren ihres Lebens nicht wählen dürften, sollten Ältere in den letzten 18 Jahren ebenfalls auf ihr Wahlrecht verzichten. „Das ist ein unfassbar undemokratischer und diskriminierender Vorschlag“, erklärt die Kreisvorsitzende Ursula Michalak. „Wer älteren Menschen das Wahlrecht absprechen will, greift direkt den Kern unserer Demokratie an – und das mit einer Arroganz, die fassungslos macht. Wer so über Millionen Bürgerinnen und Bürger spricht, die dieses Land aufgebaut haben, zeigt ein erschreckendes Maß an Respektlosigkeit.“ Fratzschers wiederholte Behauptung, ältere Generationen bremsten Reformen und belasteten die Jüngeren, sei nicht nur falsch, so
13.10.2025
Kreis Segeberg

Kreis und Kommunen tauschen sich über kommunales Krisenmanagement aus

Kreis Segeberg. Energieausfall: Dieses Bedrohungsszenario hat durch den Angriff Russlands auf die Ukraine nochmals eine erhöhte Wahrscheinlichkeit erhalten. „Es ist daher geboten, sowohl kurz- als auch mittelfristig, entsprechende Maßnahmen einzuleiten“, heißt es in einer Handlungsempfehlung des Katastrophenschutzes an die Kommunen im Kreisgebiet. Hierzu zählen neben Planungen auch Beschaffungen – auch für weitere Katastrophenszenarien. Mehr als 60 Bürgermeister*innen, Politiker*innen und Vertreter*innen von Blaulichtorganisationen waren der Einladung des Landrats zu einem Austausch zum Thema „Kommunales Krisenmanagement“ gefolgt. „Das Hochwasser in Rheinland-Pfalz hat gezeigt, welche wichtigen Aufgaben den Kommunen bei einer großflächigen Katastrophe zukommen“, so Landrat Jan Peter Schröder. Eine solche könne nur bewältigt werden, wenn alle Stellen, Institutionen und Organisationen konzentriert und vernetzt zusammenarbeiten. Deshalb sei es wichti
01.07.2025
Kreis Segeberg

KPV und Frauen Union wählen Vorstand

Itzstedt (em) Die Kreisverbände der Kommunalpolitischen Vereinigung (KPV) und die Frauen Union (FU) haben am Mittwoch auf einer öffentlichen Doppelveranstaltung ihre Vorstände gewählt. In der Festhalle vom BaySiamen in Itzstedt wurden bei der KPV alle bisherigen Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern einstimmig mit dem Vorsitzenden Uwe Voss bestätigt. Die Frauen Union wählte Susanne Bernitt aus Norderstedt zu ihrer neuen Kreisvorsitzenden. Die Wahlen leiteten die Landtagsabgeordneten Ole Plambeck als KPV-Landesvorsitzender und Cornelia Schmachtenberg als Landesvorsitzende der Frauen Union. Höhepunkt der Veranstaltung mit 50 Teilnehmern war die Rede der Bundestagsabgeordneten Melanie Bernstein „Klarer Kurs für Frauen, Familien und Kommunen“. Aktuell berichtete die Abgeordnete und CDU-Bundestagskandidatin für Segeberg / Stormarn-Mitte über großen Zuspruch auf ihrer Wahlkampftour an den Ständen und auf den Veranstaltungen. „Die CDU und CSU sind die Parteien für
10.02.2025