Henstedt-Ulzburg (ots) - Am Sonntag (25.01.2026) warf mindestens eine unbekannte Person einen unbekannten Gegenstand von der Brücke der Anschlussstelle Henstedt-Ulzburg auf die Autobahn 7 und traf einen fahrenden Pkw. Die Fahrzeuginsassen blieben unverletzt.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei fuhren ein 67-jähriger Mann (Fahrer) und eine 64-jährige Frau (Beifahrerin) mit einem Kia Venga auf der Autobahn 7 in Richtung Norden. In Höhe der genannten Brücke gab es gegen 16:30 Uhr einen lauten Knall und das Glas des Panoramadaches zerbarst. Die beiden Fahrzeuginsassen blieben glücklicherweise unverletzt und der Pkw konnte an der nächsten Raststätte sicher zum Stehen gebracht werden.

Es sei zwar eine Person auf der Brücke wahrgenommen worden, eine Beschreibung konnte jedoch nicht genannt werden. Die umgehend eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen blieben ergebnislos.

Ein sogenannter Brückenwurf ist bei weitem kein Kavaliersdelikt und stellt ein schwerwiegendes Verbrechen dar. Wer Gegenstände auf fahrende Autos wirft, nimmt schwere bis hin zu tödliche Verletzungen der Fahrenden in Kauf. Ein lauter Knall am Fahrzeug kann unkontrollierte Fahrmanöver bewirken oder der Gegenstand selbst kann zum gefährlichen Geschoss für die Insassen oder weitere Verkehrsteilnehmer werden.

Strafrechtlich wird regelmäßig der Verdacht eines versuchten Mordes angenommen, da die Täter heimtückisch handeln und Lebensgefahr besteht. Darüber hinaus kann auch ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorliegen.

Die Kriminalpolizei Norderstedt führt die Ermittlungen und ruft weitere Verkehrsteilnehmer als Zeugen auf, sich unter der Rufnummer 040 52806-0 zu melden.

Wer hat den Brückenwurf am Sonntagnachmittag beobachtet? Wer kann Angaben zu Personen machen, die sich gegen 16:30 Uhr an der Anschlussstelle Henstedt-Ulzburg aufgehalten haben?