Kaltenkirchen. Aufregung, Konzentration und am Ende jede Menge Stolz: Bei der Karateabteilung der Kaltenkirchener Turnerschaft standen wieder Kyu-Prüfungen auf dem Programm. Besonders spannend wurde es für die jüngsten Mitglieder der Abteilung, die liebevoll „Bonsai“ genannt werden. Aber auch zwei deutlich erfahrenere Karateka mussten ihr Können unter anspruchsvollen Bedingungen unter Beweis stellen.

Den Anfang machten Lukas Brand und Emma Lange. Auf dem Weg zum Gelbgurt waren sie schon mit dem Prüfungsablauf vertraut und traten vor den jüngsten Prüflingen an, für die es noch die allererste Prüfung war. Beide meisterten die Anforderungen souverän und erreichten den 8. Kyu. 

Anschließend gehörte die Aufmerksamkeit ganz den jüngsten Karateka. Oskar Rathmann, Selin Ela Schulte, Hanna Janke, Emil Petersen, Victoria Karwoth und Alexander Craćiun stellten sich ihrer ersten Gürtelprüfung. Für die Kinder im Alter von fünf bis sieben Jahren war das ein ganz besonderer Moment. Entsprechend groß war die Aufregung – nicht nur bei ihnen selbst. Auch ihre Trainer Franziska Lenz und Kyle Konradi fieberten mit ihren Schützlingen mit. Beide waren sichtlich stolz auf ihre Schüler.

Als Prüfer und Cheftrainer Knud Möhle schließlich feierlich das Bestehen aller Prüfungen verkündete, brandete großer Applaus auf. Die Familien freuten sich mit den Kindern, und auch die Karateka, die währenddessen ihre reguläre Trainingseinheit absolviert hatten, ließen es sich nicht nehmen, den erfolgreichen Prüflingen zu gratulieren. Für die jüngsten Karateka war es ein schöner Abschluss, bevor sie in die Arme ihrer stolzen Eltern entlassen wurden.

Doch auch nach dem Auszug der Bonsai blieb es anspruchsvoll: Mit Ayla Sütcü und Marc Thom stellten sich zwei erfahrene Karateka Prüfungen auf hohem Niveau. Ayla, die sich als Nachwuchstrainerin bereits engagiert in der Abteilung einbringt, trat zum 3. Kyu an. Mit ihrem ersten braunen Gürtel gehört sie nun zur Oberstufe des Karate. Für Marc ging es um den 1. Kyu, den dritten und letzten braunen Gürtel vor dem Schwarzgurt. Rund vier Jahre hatte er sich auf diese letzte Stufe vorbereitet. Prüfer Knud Möhle forderte von beiden höchste Konzentration und überzeugende Leistungen – und ließ sie ebenso lange schwitzen wie die gesamte große Prüfungsgruppe zuvor. Den feierlichen Abschluss bildete die traditionelle Übergabe des ersten braunen Gürtels an Ayla durch Knud Möhle, der hierfür aus der Rolle des Prüfers in die des Trainers und Dojo-Leiters schlüpfte.

Die Prüfungsergebnisse zeigen einmal mehr, wie vielfältig der Weg im Karate sein kann: vom ersten Gürtel für die jüngsten Bonsai bis zu den anspruchsvollen Prüfungen erfahrener Karateka auf dem Weg zum Schwarzgurt. Was alle verbindet, sind regelmäßiges Training, Ausdauer und die Freude daran, sich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.