Neumünster. Mit der Benennung von vier Straßen nach bedeutenden Frauen würdigt die Stadt Neumünster Persönlichkeiten, deren Wirken die Gesellschaft nachhaltig geprägt hat. Am Mittwoch, 3. Juni 2026, um 17:00 Uhr lädt die Gleichstellungsstelle gemeinsam mit dem Stadtteilbeirat Faldera zur feierlichen Einweihung der zugehörigen Informationstafeln ein. Treffpunkt ist der Bolzplatz an der Fritz-Klatt-Straße.

Geehrt werden Marie Carstens, Marie Lohmann, Dr. Elisabeth Selbert und Helene Weber. Sie alle haben sich – auf kommunaler wie auf bundespolitischer Ebene – für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen eingesetzt. Marie Carstens zog 1919 als eine der ersten Frauen in die Neumünsteraner Stadtverordnetenversammlung ein; Marie Lohmann engagierte sich nach dem Zweiten Weltkrieg für den politischen Neubeginn. Dr. Elisabeth Selbert und Helene Weber zählen zu den „Müttern des Grundgesetzes“, die 1948/49 im Parlamentarischen Rat die Verankerung der Gleichberechtigung von Mann und Frau durchsetzten.

Die neuen Straßennamen seien ein bewusstes Zeichen für mehr historische Gerechtigkeit und Erinnerungskultur, so die Gleichstellungsstelle. Ein Grußwort spricht Stadtpräsidentin Anna-Katharina Schättiger, ebenso Projektleiterin Heide Winkler. Für Kinder gibt es ein Programm des Familienzentrums Trio, für das leibliche Wohl ist gesorgt.