Neumünster (rj) Idylle trifft Kunst von Weltrang: Der 30.000 Quadratmeter große Gerisch-Skulpturenpark lädt am Sonntag, 24. Juli, zum Tag der offenen Tür ein.
Die Stiftung des Ehepaares Brigitte und Herbert Gerisch garantiert Zeit und Stille, um in der Kunst-Oase den eigenen Eindrücken und Gefühlen nachzuhorchen. Man muss kein Kunstkenner sein, um beispielsweise die neue Ausstellung „Problemspiel“ von Carsten Höller zu verstehen, der mit seinen auf die jeweiligen Orte reagierenden Raumarbeiten unmittelbare emotionale Reaktionen auslöst.
So auch in der Gerisch-Stiftung: Ein Kinderkarussell auf der Waldwiese vor der Villa Wachholtz, daneben ein großer Fliegenpilz, ein totes quietschgrünes Rentierbaby im Eingangsbereich, ein Kabinett voller Vitrinen mit Pilzmodellen, Fotos von Freizeitparks und eine große Box mit einem Labyrinth für Mäuse; in einem Film zeigt der Künstler, wie er als Eigenversuch ausgesuchte Fliegenpilze verzehrt und dokumentiert deren Wirkung: Zwischen halluzinatorischer Erleuchtung und Übelkeit.
Martin Henatsch, seit 2007 künstlerischer Leiter der Stiftung, führt am Tag der offenen Tür durch die Ausstellung. Nicht weniger interessant ist das bunte Programm ab 11 Uhr. Geplant sind ein Flohmarkt, Musikdarbietungen der Musikschule, gastronomische Spezialitäten, Kinderworkshops und ein Boule-Turnier. Der Eintritt ist frei.
