Norderstedt (em) Carola Veit war beeindruckt. „Das wirkt hier überhaupt nicht wie eine Einrichtung der stationären Jugendhilfe“, sagte die Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft beim Besuch des SOS-Kinderdorfes Harksheide, welches sie auf Initiative der örtlichen Landtagskandidatin Katrin Fedrowitz besuchte.

Carola Veit lobte dabei die vielfältigen und verschiedenen Hilfsangebote, die den Kindern und Jugendlichen hier gemacht werden. Bei einem Rundgang mit Kinderdorf-Leiter Jörg Kraft informierten sich die beiden Politikerinnen über die Arbeit in dem Kinderdorf, das vor 48 Jahren in der damaligen Gemeinde Harksheide als Kinderdorf für die benachbarte Hansestadt gegründet wurde.

Die Idee des Kinderdorf-Gründers Hermann Gmeiner verwaisten und verlassenen Kindern in den Nachkriegsjahren ein neues Zuhause zu geben, ist heute aktueller denn je. So sind es heutzutage vernachlässigte Kinder und Jugendliche aus sozial schwierigen Verhältnissen, um die sich die Einrichtung kümmert. In den vergangenen 15 Jahren wurde das Angebot um einen Ausbildungsbetrieb für Hauswirtschaftlehre und Schulsozialarbeit erweitert. „Das Bemühen insbesondere um Jugendliche, die in der Regelschule nicht unterrichtet werden können, hat mich sehr beeindruckt“, betonte Katrin Fedrowitz.

Die Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit, selbst Mutter zweier Kinder, stellte fest, dass das Kinderdorf auch „ein Stück Hamburg“ sei. Immerhin leben derzeit zwölf Kinder aus Hamburg in der Norderstedter Einrichtung. Die SPD-Politikerinnen sprachen den Mitarbeitern ihren Dank und Respekt für ihre verantwortungsvolle Arbeit aus.

Foto: Malte Carsten, Auszubildender zum Hauswirtschaftshelfer, zeigte den Besucherinnen und Kinderdorfleiter Jörg Kraft sein Können.