Norderstedt (em) Im April hat die die diesjährige Ozonmesskampagne begonnen. Das Ozonmessgerät in der Ozonmessstation am Forstweg und die Ozonmesswert-Anzeigetafel auf dem Mittelstreifen der Rathausallee sind in den Betrieb gegangen. Die Ozonmesswerte werden von April bis Oktober auf der Anzeigetafel angezeigt und zusätzlich über das städtische Ozontelefon (040 - 53 595-495) mitgeteilt.
In der „kalten“ Jahreszeit erfolgen keine Messungen, da in diesem Zeitraum eine deutlich geringere Ozonbelastung vorliegt als in den Sommermonaten. Als „Vergleichsmaßstab“ zur Beurteilung der Ozonbelastung verschiedener Jahrgänge kann man die Anzahl der Überschreitungen des von der WHO festgelegten Richtwertes für die Ozonbelastung der Außenluft in Höhe von 120 μg/m3 heranziehen. Bei Überschreitung dieses Richtwertes muss bereits mit möglichen gesundheitlichen Auswirkungen durch die Ozonbelastung gerechnet werden. In den Jahren 2010 und 2011 gab es aufgrund des guten Wetters mit viel Sonne insgesamt 19 Überschreitungen (2010) beziehungsweise 20 Überschreitungen (2011). Im Jahr 2012 gab es lediglich fünf Überschreitungen was auf das relativ schlechte Wetter in der Messperiode zurückzuführen ist.
Hintergrund: Das bei Raumtemperatur farblose und giftige Gas Ozon ist eines der wichtigsten Spurengase in der oberen Atmosphäre in Höhe von 20 bis 30 Kilometer (Troposphäre) und bildet dort die sogenannte Ozonschicht, die die Erde vor der schädlichen Ultraviolettstrahlung der Sonne schützt. In Bodennähe befindliches Ozon sogenanntes bodennahes Ozon ist hingegen schädlich für Mensch und Umwelt. Erhöhte Ozonkonzentrationen in der bodennahen Außenluft können beim Menschen Befindlichkeitsstörungen und Augenreizungen bis hin zu Einschränkungen der Lungenfunktion und Lungenkrankheiten verursachen.
