Norderstedt. Krieg im Nahen Osten; Krieg in der Ukraine. Dies sind zwei aktuelle Beispiele für Krisenherde, die seit Jahren die Schlagzeilen bestimmen – und die globale Auswirkungen haben, die bis nach Norderstedt zu spüren sind. Annähernd 117 Millionen Menschen waren im Jahr 2025 weltweit auf der Flucht aus Kriegsgebieten und Krisenregionen; fast 3,25 Millionen dieser Schutzsuchenden lebten Ende 2025 in Deutschland.
Die Norderstedterinnen und Norderstedter werden seit mehr als zehn Jahren in hohem Maße ihrer Verantwortung gerecht, einer großen Zahl Geflüchteter Schutz und Unterkunft zu bieten. Für den 27. und den 29. April lädt die Stadt zu zwei öffentlichen Infoveranstaltungen ein. Dabei wird transparent aufgezeigt, wo im Stadtteil Garstedt in Zukunft zwei Unterkünfte für Geflüchtete und Wohnungslose entstehen werden.
Die Stadt Norderstedt möchte die Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stadtteil rechtzeitig informieren und einbeziehen. Beide Informationsveranstaltungen finden in der OGGS Niendorfer Straße (Niendorfer Straße 13) im dortigen Mehrzweckraum statt. Am Montag, 27. April, von 18 Uhr an geht es um den Umbau des ehemaligen Pflegeheims Alte Dorfstraße 2 und eine Anmietung durch die Stadt zur Unterbringung von annähernd 100 Geflüchteten und Wohnungslosen. Am Mittwoch, 29. April, von 18 Uhr an informiert die Stadt an gleicher Stelle über das Vorhaben, an der Aspelohe 27 A-C ein ehemaliges Bürogebäude umzubauen, um dort bis zu 280 Personen unterzubringen.
Während der Infoveranstaltungen wird über bauliche Details ebenso berichtet wie über die Betreuung der künftigen Bewohnerinnen und Bewohner. Auf dem Podium werden für die Stadt Sozialdezernentin Kathrin Rösel, Baudezernent Dr. Christoph Magazowski, Sozialamtsleiter Sirko Neuenfeldt und die Integrationsbeauftragte Heide Kröger sowie Vertreterinnen und Vertreter des Vereins "Willkommen-Team" und der künftigen Betreuung der Unterkunft sitzen. Nach der Vorstellung des jeweiligen Projekts und der Unterbringungssituation Geflüchteter und Wohnungsloser in Norderstedt können die Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen. Gesprochen wird unter anderem auch darüber, nach welchen Kriterien die künftigen Unterbringungsstandorte ausgesucht worden sind, welche bisherigen Notunterkünfte durch die neuen Einrichtungen abgelöst werden und welche Integrationsangebote in der Stadt Norderstedt zur Verfügung stehen.
Für den Juni plant die Stadt eine weitere Informationsveranstaltung zu diesem Thema – dann im Stadtteil Friedrichsgabe.
