Norderstedt (em) Der Zustrom von Flüchtlingen und Asylsuchenden ist in den vergangen Monaten in Schleswig-Holstein stark angestiegen. Auch die Zahl der Menschen, die nach Norderstedt kommen, wird weiter stark steigen, so dass dies für den Norderstedter Sozialausschuss zu einem Dauerthema geworden ist.

„Ich sehe Norderstedt in der Verantwortung, diesen Menschen eine Zuflucht zu gewähren. Es ist wichtig, dass wir mit einer ,Willkommenskultur' auf diese Menschen zugehen“, sagt Oliver Weber, sozialpolitischer Sprecher der FDP in Norderstedt. „Wir müssen den Flüchtlingen helfen, sich hier bei uns in ihrem neuen Umfeld zu orientieren und einzuleben.“ Die Verwaltung des Kreises Segeberg, über den die Flüchtlinge Norderstedt zugewiesen werden, berät zurzeit über die Einrichtung weiterer Stellen zur sozialpädagogischen Betreuung der ankommenden Flüchtlinge.

Zunehmend kommt es durch die hohe Zahl der Flüchtlinge aus unterschiedlichen Gebieten der Welt zu Konflikten in den Unterkünften. Die Verwaltung der Stadt Norderstedt bemüht sich daher um die Einrichtung einer sozialpädagogischen Betreuung der Flüchtlinge hier vor Ort. „Wir befürworten eine dezentrale Betreuung der Flüchtlinge. Die Kreisverwaltung sollte die Größe und Bedeutung der Stadt Norderstedt anerkennen und in Ihrem Konzept berücksichtigen“, so Oliver Weber. „Wir sind froh, dass im Sozialausschuss ein vorläufiger Konsens gefunden werden konnte, setzen aber weiterhin auf eine Unterstützung durch den Kreis Segeberg“, so Weber weiter.

Die FDP wird weiter darauf drängen, dass der Norderstedter Sozialausschuss erneut über dieses Thema beraten wird, sobald eine Entscheidung in der Kreisverwaltung und Kreispolitik getroffen wird. „Wir müssen in der Flüchtlingsunterbringung und -betreuung mit dem Kreis zusammen arbeiten“, so Weber abschließend.