Bad Segeberg. Der CDU-Kreisvorstand Segeberg hat am 07. April 2026 in der Kreisgeschäftsstelle in Bad Segeberg ein klärendes Gespräch mit den Bewerbern um die Landtagskandidatur im Wahlkreis 27 geführt. Anlass waren wechselseitig erhobene Vorwürfe im Zuge des laufenden Bewerbungsverfahrens.

An dem Gespräch nahmen Vertreter des geschäftsführenden Kreisvorstands sowie die Bewerber Lars Krückmann, Patrick Pender und Patrick Seidel teil. Ziel war es, unterschiedliche Wahrnehmungen zu besprechen, Missverständnisse auszuräumen und eine gemeinsame Grundlage für den weiteren Umgang im Verfahren zu schaffen.

Der Kreisvorstand stellt fest, dass das Gespräch in konstruktiver und sachlicher Atmosphäre geführt wurde. Alle Beteiligten hatten Gelegenheit, ihre Sichtweisen darzulegen. Dabei konnten zentrale Punkte geklärt und eingeordnet werden.

Ein wesentlicher Aspekt des Gesprächs betraf eine, während einer Regionalkonferenz wahrgenommene Geste, die öffentlich als sogenannte „Kopf-ab-Geste" interpretiert worden war. Im gemeinsamen Austausch wurde der Sachverhalt eingehend erörtert und einvernehmlich klargestellt, dass es sich tatsächlich um eine Time-out-Geste im Zusammenhang mit der Redezeitbegrenzung handelte. Ein persönlicher Bezug oder eine abwertende Intention war damit nicht verbunden. Die Beteiligten halten fest, dass die abweichenden Wahrnehmungen aus der konkreten Situation heraus entstanden sind und auf einem Missverständnis beruhen. Die vorliegende Klarstellung erfolgt ausdrücklich auch gegenüber der Öffentlichkeit.

Darüber hinaus wurde Einigkeit erzielt, dass persönliche Herabsetzungen – insbesondere auch im Umgang mit Namen – künftig zu unterbleiben haben. Ebenso wurde vereinbart, auf zugespitzte oder missverständliche Formulierungen zu verzichten.

Der Kreisvorstand betont, dass innerparteiliche Wettbewerbe engagiert, aber stets respektvoll und fair geführt werden müssen. Die öffentliche Berichterstattung über interne Vorgänge wird bedauert. Künftig sollen Konflikte zunächst intern geklärt werden.

Alle Beteiligten verständigten sich auf verbindliche Grundsätze für den weiteren Umgang:

  • respektvoller und fairer Wettbewerb
  • sorgfältiger Umgang mit Sprache und Auftreten
  • keine persönlichen Herabsetzungen
  • interne Klärung von Konflikten
  • abgestimmte öffentliche Kommunikation
  • geordnete Fortführung des Bewerbungsverfahrens

Zum Abschluss des Gesprächs brachten die Beteiligten ihren Willen zur Deeskalation und zur konstruktiven Zusammenarbeit zum Ausdruck. Symbolisch reichten sich die unmittelbar Beteiligten die Hand.

Der CDU-Kreisverband Segeberg sieht damit eine tragfähige Grundlage geschaffen, um das Bewerbungsverfahren geschlossen und verantwortungsvoll fortzuführen. Das gemeinsame politische Ziel und der Zusammenhalt der Partei stehen dabei im Vordergrund.