Segeberg. Seit Januar 2026 hat die Diakonie Altholstein die Verbraucherinsolvenzberatung im Kreis Segeberg übernommen und sichert damit ein zentrales Beratungsangebot für überschuldete Menschen. Sie löst die Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein ab, die Ende 2025 nach fast 40 Jahren die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung im Kreis Segeberg abgegeben hat
Damit ergänzt die Diakonie Altholstein ihre langjährige Tätigkeit in der Wohnungsnotlagenberatung im Kreis Segeberg um ein wichtiges Angebot, denn Wohnungsnot und Überschuldung treffen viele Menschen häufig gleichzeitig. Wohnungslosigkeit bzw. Wohnungsnotlagen können dabei nicht nur Folge, sondern auch Verstärker einer finanziellen Krise sein. Umso wichtiger ist es, Beratung schnell und verlässlich zugänglich zu machen und Betroffene dabei frühzeitig zu unterstützen, bevor sich Risiken zuspitzen.
Aminata Touré, Ministerin für Soziales des Landes Schleswig-Holstein zeigt sich erfreut über die Fortführung des Beratungsangebotes: „Die Insolvenz‑ und Schuldnerberatung ist ein wichtiges Angebot, um Menschen in existenziellen Notlagen frühzeitig zu unterstützen und neue Perspektiven zu schaffen. Als Land fördern wir Beratungsstellen in ganz Schleswig‑Holstein mit rund 5,8 Millionen Euro, um eine ortsnahe Versorgung sicherzustellen. Es ist daher besonders erfreulich, dass das Angebot im Kreis Segeberg durch den Neustart mit der Diakonie Altholstein erhalten bleibt.“
Gesa Kitschke, Geschäftsführerin der Diakonie Altholstein: „Wir freuen uns, dass wir unsere langjährige Expertise in Bereich der Insolvenz- und Schuldnerberatung nun auch im Kreis Segeberg einbringen können und somit ein Angebot für die Menschen vor Ort seit Beginn des Jahres sichern. Gerade in finanziellen Krisen brauchen Menschen schnelle Orientierung und verlässliche Unterstützung. Unser Anspruch ist es, Ratsuchende auf dem Weg aus der Überschuldung fachkundig und empathisch zu begleiten.“
Hilfe auf dem Weg in die Schuldenfreiheit
Für viele Betroffene ist ein Insolvenzverfahren der einzige Weg, um in absehbarer Zeit schuldenfrei zu werden. Die Insolvenzberatung unterstützt Ratsuchende dabei, ihre finanzielle Situation zu bewältigen und einen Ausweg aus der Überschuldung zu finden.
Im ersten Schritt wird die wirtschaftliche Lage analysiert, bevor individuelle Lösungsstrategien entwickelt werden. Gemeinsam wird geprüft, wie eine Insolvenz möglichst vermieden werden kann oder, falls nötig, geordnet durchgeführt wird, um einen wirtschaftlichen Neuanfang zu ermöglichen. Die Berater*innen der Diakonie Altholstein begleiten Ratsuchende dabei auch bei Verhandlungen mit Gläubiger*innen.
Die Insolvenzberatung der Diakonie Altholstein besteht aus zwei erfahrenen Berater*innen sowie einer Verwaltungskraft. Die Diakonie Altholstein legt dabei großen Wert auf eine besonders respektvolle und einfühlsame Begleitung, denn finanzielle Krisen gehen oft mit großen Sorgen und Unsicherheiten einher. Ein Insolvenzverfahren kann ein wichtiger Weg zurück in Stabilität sein. Entscheidend ist, dass der richtige Schritt gut vorbereitet wird. Ratsuchende erhalten Unterstützung, ihre Situation zu ordnen, tragfähige Entscheidungen zu treffen und, wenn nötig, eine Insolvenz geordnet durchzuführen.
Räumliche Nähe stärkt die Unterstützung aus einer Hand
An den Standorten Bad Segeberg und Kaltenkirchen teilen sich die Insolvenzberatung und die Wohnungsnotlagenberatung die Büroräume. Diese Nähe ist besonders wertvoll, weil viele Ratsuchende sowohl von Schuldenproblemen als auch von Wohnungsnotlagen betroffen sind. So kann Hilfe besser verknüpft und koordiniert aus einer Hand angeboten werden.
Standorte und Zuständigkeit
Für den gesamten Kreis Segeberg zuständig (Ausnahme: Norderstedt)
- Insolvenz- und Schuldnerberatung Bad Segeberg
Lübecker Str. 10, 23795 Bad Segeberg
- Insolvenz- und Schuldnerberatung Kaltenkirchen
Flottkamp 13b, 24568 Kaltenkirchen
