Henstedt-Ulzburg (em) Am Sonntag, 22. September, konnten die Bürger Henstedt-Ulzburgs nicht nur über die neue Zusammensetzung des Bundestags entscheiden. Es gab auch eine Entscheidung zu treffen, ob Henstedt-Ulzburg Gemeinde bleiben oder Stadt werden soll.
Die Parteien argumentierten zu der Frage durchaus sehr konträr. „Eine Gemeinde ist einfach emotionaler, außerdem sind die Personalkosten und Steuersätze in einer Stadt höher. Wir sind die größte Gemeinde in Schleswig-Holstein und ich hoffe, das wir diese auch bleiben werden“, so Volker Dornquast. Dies sahen auch die Bürger so und votierten mit 12972 Stimmen (78,91%) deutlich gegen eine Stadtwerdung.
In einer weiteren Abstimmung haben die Bürger Henstedt-Ulzburgs den Bürgermeister seines Amtes enthoben. Für die Abwahl stimmten 12575 Bürger (77,29%), 3694 Stimmen wollten ihn im Amt behalten (22,71%). Torsten Thormählen selbst bat zuletzt in einem Statement aus August darum, dass die Bürger dem Antrag des Gemeinderates auf Abwahl seiner Person folgen mögen. Thormählen hatte in dem Schreiben beklagt, dass das Vertrauensverhältnis mit den Ratsmitgliedern nachhaltig beschädigt sei, da der einstimmige Antrag zu einem Zeitpunkt kam, als nicht einmal ein Strafbefehl vorlag. Dies, so Thormählen, käme einer Vorverurteilung gleich. Zudem seien in der Folgezeit viele Unwahrheiten und Gerüchte in Bezug auf ihn und seine Familie verbreitet worden, allesamt Faktoren, die eine weitere Zusammenarbeit zwischen Rat und Bürgermeister unmöglich machen. Daher bat er selbst in einer Anhörung um seine Abwahl, damit der Weg frei würde, für eine zukunftsgerichtete und konstruktive Politik für Henstedt-Ulzburg.